10:34 19 Oktober 2018
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    EU-Kommission belegt Google mit Rekordstrafe in Milliardenhöhe

    © AP Photo / Virginia Mayo / dapd
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    Die EU-Kommission hat gegen den US-Konzern Google eine Rekordstrafe in Höhe von rund 4,3 Milliarden Euro verhängt. Grund dafür ist der Missbrauch der Marktmacht beim Smartphone-System Android. Das geht aus einer Mitteilung der EU-Kommission hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

    Wie es heißt, wird Google bezichtigt, im Zusammenhang mit seinem Betriebssystem Android seine marktgerechte Stellung missbraucht zu haben. Es ist die bisher höchste Kartellstrafe aus Brüssel für ein einzelnes Unternehmen.

    Laut der EU-Kommissarin für Wettbewerb, Margrethe Vestager, wird Google vorgeworfen, Bedingungen geschaffen zu haben, wo Produzenten gezwungen seien, das Betriebssystem Adroid vorzuwählen.

    „Das mobile Internet macht heutzutage mehr als die Hälfte des weltweiten Internetverkehrs aus. Es hat das Leben von Millionen von Europäern verändert. In dieser Sache geht es um drei Arten von rechtswidrigen Einschränkungen, die Google Herstellern von Android-Geräten und Mobilfunknetzbetreibern auferlegt hat, um sicherzustellen, dass der Internetverkehr auf Android-Geräten über die Google-Suchmaschine läuft“,  so Vestager.   

    Auf diese Weise hat Google ihr zufolge Android dazu verwendet, die marktbeherrschende Stellung seiner Suchmaschine zu festigen.

    „Durch diese Praktiken wurde Wettbewerbern von Google die Möglichkeit genommen, innovativ und konkurrenzfähig zu sein. Auch den europäischen Verbrauchern wurden somit die Vorteile eines wirksamen Wettbewerbs auf dem so wichtigen Markt für mobile Internetdienste verwehrt. Dies ist nach den EU-Kartellvorschriften rechtswidrig.“

    Dies sei schon das zweite Mal in den letzten zwei Jahren, dass die EU-Behörden kartellrechtswidriges Verhalten des Tech-Riesen festgestellt hätten.

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    Tags:
    Strafe, EU-Kommission, Margrethe Vestager