13:43 11 Juli 2020
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    Das russische Außenministerium hat ein Video über die Behandlung verwundeter ukrainischer Soldaten in Deutschland wegen eines aufgezeichneten Nazigrußes kritisiert.

    „Wir wurden auf ein von der russischsprachigen Redaktion der Deutschen Welle gedrehtes Video über die Behandlung verwundeter ukrainischer Militärs in Deutschland aufmerksam“, sagte die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Mittwoch in Moskau.

    „In der 50. Sekunde ist deutlich zu sehen, wie ein sogenannter Militär die Hand zum Nazigruß hebt. Darauf wiesen russische Internet-Nutzer hin, für die solche Sachen unannehmbar sind.“ Dabei geht es um die Behandlung von Angehörigen eines der berühmt-berüchtigten Freiwilligen Bataillone.

    Darüber hinaus seien Diplomaten über einen Kommentar der Deutschen Welle unter der Publikation erstaunt gewesen, wonach die Behauptung, dass in dem Video ein Nazigruß gezeigt werde, nicht der Wirklichkeit entspreche. In diesem Zusammenhang fragte Sacharowa, ob dieser journalistischen Erklärung eine entsprechende Expertise des Videos zugrunde liegt.

    „Wir sprechen immer wieder von zunehmenden neonazistischen Stimmungen in der Ukraine. Darüber werden sicht selbst jene klar, die alles, was in der Ukraine geschieht, uneingeschränkt unterstützen“, kritisierte die Sprecherin.

    Die ukrainischen Behörden hatten Sowjetsoldaten mit Mitgliedern der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und der in Russland verbotenen Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) gleichgesetzt, die während des Zweiten Weltkrieges mit Hitler kollaboriert und mit Massenmorden auf dem Territorium der Ukraine zu tun gehabt hatten. Die Werchowna Rada verabschiedete sogar ein Gesetz, das alle Personen, die 1917-1991 gegen das kommunistische Regime kämpften, als „Kämpfer für Freiheit und Unabhängigkeit der Ukraine“ einstuft.

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    Tags:
    Nazis, Kritik, Hitlergruß, Organisation Ukrainischer Nationalisten OUN, Deutsche Welle, Außenministerium Russlands, Maria Sacharowa, Sowjetunion, Deutschland, Russland, Ukraine