12:02 21 August 2018
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    Polizeieinsatz vor dem Haus der Opfer von Nervengasvergiftung in Amesbury

    Moskau warnt London vor Geheimhaltung zu Fällen in Salisbury und Amesbury

    © REUTERS / Henry Nicholls
    Politik
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    Moskau ruft die britischen Behörden zur maximalen Transparenz bei der Ermittlung der Fälle in Salisbury und Amesbury auf. Falls diese geheim gehalten werden, wird Moskau darin laut der offiziellen Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, einen Versuch zur Verheimlichung der Auftraggeber und Täter dieser Verbrechen sehen.

    „Die Londoner Polizei hat bekanntgegeben, dass am 19. Juli in Salisbury geplant wird, die Coronerer Investigation in Bezug auf die am 8. Juli im Krankenhaus gestorbene Dawn Sturgess einzuleiten. Ich erläutere, das ist eine quasigerichtliche Prozedur, deren Ziel es ist, die Todesursachen juristisch zu verankern“, so Sacharowa.

    „Mit Rücksicht auf jene unbewiesenen Anschuldigungen, mit denen Großbritannien bereits gegen Russland aufgetreten ist, ist es prinzipiell wichtig, eine maximal mögliche Transparenz bei dieser Ermittlung zu gewährleisten. Ihr Wechsel in die Gerichtsebene mit einer weiteren Geheimhaltung wird als Versuch eingestuft, der Öffentlichkeit die wahren Auftraggeber und Täter dieser Verbrechen zu verheimlichen“, sagte sie weiter.

    Moskau rechnet ihr zufolge jedoch mit einer gründlichen und offenen Ermittlung. Die russischen Sicherheitsbehörden seien bereit, ihren britischen Kollegen zu helfen.

    In der letzten Zeit trete die Londoner Polizei mit regelmäßigen öffentlichen Erklärungen über die Fälle in Salisbury und Amesbury auf, und die Politiker verweisen auf die Notwendigkeit, die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen abzuwarten.

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    Tags:
    Transparenz, Geheimhaltung, Ermittlung, Maria Sacharowa, Amesbury, Salisbury, Großbritannien, Russland
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