21:11 20 August 2018
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    Russlands Präsident Wladimir Putin (Archiv)

    Putin: Wird START-3-Vertrag nicht verlängert, läuft er einfach aus

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    Politik
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    Wenn die Arbeit zur Verlängerung des Vertrages über die Reduzierung von strategischen Offensivwaffen (START-3) jetzt nicht beginnt, so wird er in anderthalb Jahren einfach auslaufen. Dies erklärte der russische Präsident Wladimir Putin bei der Beratung der Botschafter und der ständigen Vertreter Russlands am Donnerstag im Außenministerium.

    „Ich lenke Ihre Aufmerksamkeit darauf, dass im Jahr 2021 die Gültigkeit des START-3-Vertrags zu Ende geht. Man hat aber einen richtigen Schritt gemacht und dieses Abkommen abgeschlossen. Und wenn heute, gerade jetzt, keine Aktivitäten zu seiner Verlängerung unternommen werden, so wird er in anderthalb Jahren einfach auslaufen, es wird ihn nicht mehr geben“, sagte Putin.

    Der START-Vertrag (Vertrag über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen), der zwischen Russland und den USA 2010 unterzeichnet wurde, ist am 5. Februar 2011 in Kraft getreten. Er sieht vor, dass jede Seite ihre Atomwaffenarsenale so reduziert, dass sie in sieben Jahren und auch weiterhin über maximal  700 interkontinentale ballistische Raketen, U-Boot-gestützte ballistische Raketen und schwere Bomber sowie 1550 Sprengköpfe und 800 stationierte und nicht stationierte Raketenabschussanlagen verfügt.

    Der Vertrag verpflichtet Russland und die USA, Information über die Quantität der Sprengköpfe und Trägermittel zweimal pro Jahr auszutauschen.
    Diese Bedingungen sollten bis zum 5. Februar 2018 erfüllt werden. Während der Ausarbeitung des Dokuments verfügte Russland über 3987 Nukleargeschosse, bei den USA waren es 5916 (nach Angaben des US-Außenministeriums). Im Sommer 2011 tauschten die Seiten Angaben über den aktuellen Zustand ihrer Atomarsenale aus. Im Juni 2011 hatte Russland bereits nur noch 1537 Gefechtsköpfe und die USA 1800, wie Medien damals berichteten.

    Am 5. Februar 2018 trat die Deadline ein, zu der Russland und die USA ihre Kontrollwerte zum START-3 erzielen sollten.
    Beide Seiten erklärten, ihre Verpflichtungen gemäß dem START-Vertrag erfüllt zu haben. Wie das russische Außenministerium berichtete, hatte Russland zum 5. Februar 1444 Gefechtsköpfe. Laut dem US-Außenministerium wurden die Verpflichtungen bereits im August des vergangenen Jahres erfüllt, als die Zahl der nuklearen Geschosse auf 1393 reduziert wurde.

    Die Vertragsfrist läuft im Jahr 2021 ab.

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    Tags:
    Deadline, interkontinentale ballistische Raketen, Atomarsenale, Verlängerung, START-3 (Vertrag über die Reduzierung von strategischen Offensivwaffen), Russisches Außenministerium, Wladimir Putin, USA, Russland
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