05:42 19 August 2018
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    Polizisten am Ort des vermutlichen Giftanschlags in Salisbury (Archivbild)

    Doch keine Giftmischer gefunden? Britisches Innenministerium bestreitet Gerüchte

    © AP Photo / Matt Dunham
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    Skripal-Gate: Britischer Doppelagent in London vergiftet (106)
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    Der stellvertretende Chef des britischen Innenministeriums Ben Wallace hat die Information verneint, die Polizei habe angeblich den Giftmörder von Sergej Skripal und seiner Tochter Julia in Salisbury identifiziert.

    ​„Ich denke, dass solche Informationen in den 'schlecht informiert und wild spekuliert'-Ordner gehören“, twitterte Ben Wallace. Der Sicherheitsstaatssekretär reagierte auf eine Nachricht der „Press Association“, dass man aus internen Kreisen erfahren habe, den Täter hinter der „Nowitschok“-Attacke gefunden zu haben. Demnach seien angeblich Aufzeichnungen aus Überwachungskameras ausgewertet worden.

    Am 19. Juli hatte der russische Botschafter in London gefordert, die Namen der Verdächtigen zu nennen, falls bekannt. Man wolle Informationen von Scotland Yard oder aus dem Außenministerium hören – und nicht aus der Presse, so der russische Botschafter in Großbritannien Alexander Jakowenko.

    Zuvor hatten britische – und auch deutsche – Medien berichtet, dass die Polizei Namen kennen würde. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung zum Beispiel nahm aber mittlerweile ihren Bericht mit der Headline „Nowitschok-Vergiftung: Polizei soll Täter gefunden haben“ von ihrer Internetseite. 

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    Fall Skripal, Tatverdächtige, Dementi, Scotland Yard, Press Association, Ben Wallace, Sergej Skripal, Amesbury, Salisbury, London, Großbritannien
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