12:39 14 August 2018
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    Dollar-Spielschein mit dem Porträt von Donald Trump

    SZ: Wird Trump sein liebstes Drohmittel bald verlieren?

    © Sputnik / Waldimir Astapkowitsch
    Politik
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    Russland hat in kurzer Zeit einen Großteil seiner US-Staatsanleihen abgestoßen. Experten gehen davon aus, dass sich das Land so unabhängiger vom Dollar machen und gleichzeitig Druck auf US-Präsident Trump ausüben will, wie die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) in ihrer Donnerstagsausgabe schreibt.

    Dem Blatt zufolge denken auch China und die Europäer über solche Schritte nach; die Macht der USA basiere jedoch auf der Macht des Dollars.

    „US-Präsident Donald Trump hat in seiner Amtszeit bisher nicht gezögert, Verbündete und Handelspartner vor den Kopf zu stoßen. Er hat Verträge gekündigt, Allianzen aufgebrochen, Fakten verdreht — um Deals zu schließen, bei denen es nur einen Gewinner geben soll: die USA“, heißt es in dem Beitrag.

    Die Gegenreaktionen der Betroffenen hätten Trump bislang nicht bremsen können. Doch das könne sich nun ändern: Die ausländischen Gläubiger der USA schickten sich an, Washington den Geldhahn zuzudrehen. „Sie reduzieren ihre Bestände an US-Bonds, legen Geldreserven in Gold an und versuchen, Geschäfte in alternativen Währungen wie Euro oder Yuan abzuwickeln anstatt in Dollar. All diese Maßnahmen laufen darauf hinaus, sich von der Gnade des US-Präsidenten unabhängig zu machen.“

    Zugleich werde Trump in die Schranken gewiesen, indem die Gläubiger die Vorherrschaft des auf den Dollar basierten Finanzsystem angreifen, das Trump als Waffe nutze.

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    Dem US-Finanzministeriums zufolge hatte Russland einen Großteil seiner amerikanischen Staatsanleihen abgestoßen. Medien berichten, dass Moskau im Mai dieses Jahres 69 Prozent seiner amerikanischen Staatsanleihen verkauft habe. Zuvor seien bereits im April die Bestände an US-Bonds halbiert worden. „Damit hat Russland innerhalb von zwei Monaten amerikanische Papiere im Wert von mehr als 81 Milliarden US-Dollar verkauft“, schreibt SZ.

    „Analysten und Finanzexperten gehen davon aus, dass die Verkäufe politisch motiviert sind. Russland wolle sich unabhängiger vom Dollar machen und seine Devisenreserven alternativ anlegen. Die Verkäufe fallen zeitlich zusammen mit den im April von Washington unerwartet verhängten Sanktionen gegen den russischen Aluminiumkonzern Rusal. Der Konzern musste erfahren, dass er keine Zinsen mehr auf seine Dollar-Anleihen leisten konnte. Der russischen Führung wiederum wurde klar, dass die Abhängigkeit von einem unsteten US-Präsidenten gravierende ökonomische Folgen haben kann“, heißt es in dem Beitrag.

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    Noch sei der Euro keine wirkliche Alternative zur Dollar-Dominanz. Der Anteil Amerikas an den weltweiten Devisenreserven liege noch immer bei 62 Prozent, der Euro nur bei 20 Prozent. Das könne sich ändern, wenn große Länder wie China und Russland ihre Bestände verändern und stärker auf alternative Währungen setzen. „Die Europäer könnten das fördern, indem sie etwa darauf dringen, mehr Öl- und Gasgeschäfte mit Russland in Euro abzuwickeln“, betonte die „Süddeutsche Zeitung“.

     

    Tags:
    Drohmittel, Reserven, US-Dollar, Donald Trump, Europa, USA, Russland, China
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