08:53 20 August 2018
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    Traditionelle Sommerpressekonferenz: Merkel spricht von Trump und Putin

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    Bei der Pressekonferenz am Freitag in Berlin hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel Stellung zum letzten Gipfeltreffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem US-Amtskollegen Donald Trump sowie zur ständigen Kritik des amerikanischen Präsidenten an Deutschland genommen.

    Das zweite Treffen zwischen Putin und Trump bezeichnete die Bundeskanzlerin als begrüßenswert. „Immer wenn gesprochen wird, ist es gut für alle. Gerade zwischen diesen Ländern“.

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    Merkel kommentierte die ständigen Attacken des US-Präsidenten auf Berlin wegen der Militärausgaben sowie des angeblichen US-Handelsdefizits mit Deutschland. „Ich nehme das erstmals zur Kenntnis“, so die Kanzlerin.

    Sie habe nicht „die Forschung nach der Motivation“ Trumps gemacht, sondern versuche „mit meinen Argumenten zu antworten“. „So versuche ich einfach, mich mit der Kritik auseinanderzusetzen, aber auch noch eigenständige souveräne Antwort zu geben“.

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    Zuvor hatte Trump Berlin wegen des Gaspipeline-Deals mit Moskau scharf kritisiert. Washington wolle „gegen Russland schützen“, Deutschland sei jedoch „vollständig von Russland kontrolliert“, weil es „60 bis 70 Prozent seiner Energie aus Russland und der neuen Pipeline“ bekommen würde.

    Das Projekt Nord Stream 2 sieht die Verlegung von zwei Strängen mit einer Jahresgesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern vor. Die Stränge sollen parallel zur bereits bestehenden Pipeline Nord Stream von der russischen Ostseeküste bis nach Deutschland verlaufen und im Jahr 2019 in Betrieb genommen werden.

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    Tags:
    Gipfeltreffen, Gipfel, Pressemitteilung, Pressekonferenz, Handelsdefizit, Handelsbeziehungen, Handel, Kritik, Politiker, NATO, Donald Trump, Wladimir Putin, Angela Merkel, Finnland, Helsinki, USA, Russland, Russische Föderation, Deutschland
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