14:05 18 Oktober 2018
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    Anmerkungen des US-Präsidenten Donald Trump zum Trump-Putin-Gipfel beim Treffen mit den Mitgliedern des US-Kongresses

    Strebt US-Establishment Krieg mit Russland an? Trump als “letzter Pragmatiker”

    © REUTERS / Leah Millis
    Politik
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    US-Präsident Donald Trump äußerte neulich die Meinung, dass “Fake”-Medien sich nach einem Krieg zwischen Russland und den USA sehnen würden. Laut dem russischen USA-Experten Konstantin Blochin drängt das US-Establishment tatsächlich zu einer ernsthaften Konfrontation mit Russland.

    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump via Twitter verlauten lassen, dass diverse Nachrichtensender, die “Fake News” verbreiten, sich eine Konfrontation zwischen Washington  und Moskau wünschen würden, die wiederum zu einem Krieg zwischen beiden Ländern führen könnten.

    „Die Fake-Medien wollen so sehr eine schwere Konfrontation mit Russland, selbst wenn eine solche Konfrontation zu einem Krieg führen kann. Sie drängen so rücksichtslos und hassen die Tatsache, dass ich womöglich gute Beziehungen mit Putin haben werde. Wir machen viel mehr als jedes andere Land!”, hat Trump am Freitag auf seiner Twitter-Seite geschrieben.

    >>Andere Sputnik-Artikel: „Ausdrücklich gegen Annäherung an Russland“ – Kritik an Echo zu Treffen Putin-Trump

    Der Politikwissenschaftler und Amerikanist vom Institut für Sicherheitsfragen bei der Russischen Akademie der Wissenschaften Konstantin Blochin teilte Sputnik mit, dass das politische Establishment tatsächlich zu einer ernsthaften Konfrontation mit Russland drängen würde.

    “Es entsteht ein Eindruck, dass Trump einer der wenigen im amerikanischen Establishment zu sein scheint, die eine Normalisierung der Beziehung zu Russland anstreben. Er will keinen Krieg, er versteht, dass im System der internationalen Beziehungen die russisch-amerikanischen-Beziehungen im Vordergrund stehen”, so Blochin.

    Fraktionschef der US-Demokraten im Kongress Chuck Schumer bei Pressekonferenz zum Gipfeltreffen von Donald Trump und Wladimir Putin
    © AFP 2018 / Andrew Caballero-Reynolds
    Davon, wie diese sich entwickeln würden, hänge direkt die Zukunft der gesamten Menschheit ab. Zu denjenigen, die das verstehen würden, zähle beispielsweise Rend Paul, der sich im Unterschied zu anderen Spitzenpolitikern der USA nach dem Gipfel mit dem russischen Präsidenten Putin öffentlich auf die Seite Trumps gestellt habe.

    Und das, obwohl die restlichen Politiker der amerikanischen  Machtebene, sogar Parteikollegen, sich gegen Trump ausgesprochen hätten.

    “Er versteht, dass die Beziehungen zu Russland anstatt des Minus-Wertes zumindest neutral werden sollten, wie das unter Präsident Barack Obama gewesen ist.”

    Jedoch werde jede seiner Initiativen durch den Kongress eher abgeblockt.

    >>Andere Sputnik-Artikel: Trump: Fake-Medien wollen Konfrontation zwischen Russland und USA

    Das erste Vollformat-Treffen zwischen den Präsidenten Putin und Trump fand am 16. Juli in Helsinki statt. Beide Staatschefs haben zunächst mehr als zwei Stunden ein Vier-Augen-Gespräch geführt. Nach dem anschließenden Mittagessen beider Delegationen standen Putin und Trump den Journalisten Rede und Antwort. Im Anschluss an die Gespräche äußerten beide Staatschefs ihr Interesse an der Verbesserung der Beziehung zwischen beiden Staaten.

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    Tags:
    Konflikt, Fake-Medien, Kritik, Beziehungen, Kongress, Twitter, Barack Obama, Wladimir Putin, Donald Trump, Russland, USA