21:37 13 November 2018
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    US-Militärausbilder in der Ukraine (Archivfoto)

    Im Wert von 200 Mio. Dollar: USA beginnen mit Lieferungen von Kriegstechnik an Kiew

    © Sputnik / Stringer
    Politik
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    Das US-Verteidigungsministerium soll mit der Bereitstellung von 200 Millionen Dollar für die ukrainischen Streitkräfte begonnen haben. Damit soll amerikanische Kriegstechnik eingekauft werden. Dies teilte die ukrainische Botschaft in Washington am Freitag mit.

    „Die entsprechenden Institutionen des Verteidigungsministeriums der USA haben bereits die Verfahren der Vertragsabschlüsse für die Lieferung der Militärtechnik sowie für die Erbringung von Dienstleistungen für die ukrainische Verteidigungsindustrie im Jahr 2018 begonnen“, heißt es in der Mitteilung.

    Die Botschaft verwies darauf, die Vereinigten Staaten hätten die Entscheidung getroffen, 200 Millionen US-Dollar für die Stärkung der Sicherheit und der Verteidigung der Ukraine im Haushaltsjahr 2018 bereitzustellen. Die Finanzmittel sollen für die Bereitstellung von Militärtechnik und von Militärausrüstung, anderer Ausrüstung und militärischen Dienstleistungen sowie für logistische Versorgung und Ausbildung der ukrainischen Streitkräfte ausgegeben werden.     

    Laut der Mitteilung zeugt die Entscheidung Washingtons, die Finanzmittel durch das Pentagon 2018 zuzuweisen, von der Unveränderlichkeit der US-Position in Bezug auf die Unterstützung der Ukraine und von der Anerkennung dessen, dass Kiew sich konsequent auf dem Weg der Reformen des Sicherheits- und Verteidigungssektors weiter bewegt.    

    Russland hatte mehrmals vor Waffenlieferungen an die Ukraine gewarnt und betont, dass dies nur zur Eskalation des Konfliktes im Donbass führen würde. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte darauf hingewiesen, Waffenlieferungen von außen würden nicht zur Beilegung im Donbass und zur Umsetzung der Minsker Abkommen beitragen. Laut dem russischen Vizeaußenminister Grigori Karassin ist Moskau wegen der geplanten Lieferung von letalen Waffen an die Ukraine besorgt.  

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen haben sich seit 2014 im Zuge der Ukraine-Krise rapide verschlechtert. Der Westen hatte Russland vorgeworfen, sich in die innenpolitischen Angelegenheiten der Ukraine einzumischen, und Sanktionen verhängt. Moskau hat wiederholt betont, Russland sei keine Partei des innenukrainischen Konfliktes; es beteilige sich nicht am Geschehen im Donbass und sei daran interessiert, dass die Ukraine ihre politische und wirtschaftliche Krise überwinden würde.

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    Tags:
    Lieferung, Militärtechnik, Waffen, Streitkräfte der Ukraine, Grigori Karassin, Dmitri Peskow, Donbass, USA, Ukraine