03:18 24 Oktober 2018
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    Mitglied der Weißhelme-Organisation in Idlib (Archiv)

    Bundesaußenminister Maas: Deutschland wird „Weißhelme“ aufnehmen

    © AFP 2018 / Omar haj kadour
    Politik
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    Israel hat auf Bitten der USA, Kanadas und einiger europäischer Länder die Mitglieder der Nichtregierungsorganisation „Weißhelme“ aus Syrien evakuiert. Laut Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) will nun auch Deutschland einigen der Evakuierten Schutz bieten und sie aufnehmen.

    Wie die „Bild“ berichtet, hat Maas in einem Interview für das Blatt am Sonntagmorgen mitgeteilt, dass die Bundesrepublik Mitglieder der „Weißhelme" aufnehmen wird.

    „Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, dass viele dieser mutigen Ersthelfer nun Schutz und Zuflucht finden, einige davon auch in Deutschland“, zitiert das Blatt den Außenminister.

    Eine genaue Zahl sei bisher nicht genannt worden. Die „Bild" berichtete jedoch, dass es sich vermutlich um 50 „Aktivisten“ handelt, die in Deutschland untergebracht werden sollen.

    Auch Großbritannien und Kanada würden Mitglieder der NGO aufnehmen.

    Die „Weißhelme“ sollen dabei zunächst in einer Art Transit über Jordanien evakuiert werden.

    Insgesamt sollen so etwa 800 „Aktivisten“ über das Nahostland in den Westen kommen.

    ​Nach Angaben des Blattes hat die Regierung in Amman bereits bestätigt, dass „Deutschland, Großbritannien und Kanada 'rechtlich verbindliche' Zusagen gemacht (hätten), die Syrer innerhalb eines bestimmten Zeitraums aufzunehmen“.

    Zuvor war berichtet worden, dass verschiedene diplomatische Quellen Kanada, Großbritannien und Deutschland als mögliche Umsiedlungsländer für etwa 1000 Mitglieder der Organisation genannt hatten. Das US-Außenministerium gab bekannt, dass die Vereinigten Staaten 6,6 Millionen Dollar für die Tätigkeit der „Weißhelme“ und der Uno in Syrien bereitstellen würden.

    Mehr zum Thema: Idlib: Provokation seitens „Weißhelme“ vorbereitet – Versöhnungszentrum >>>

    Die „Weißhelme“ präsentieren sich als Beschützer der Zivilbevölkerung in Syrien ohne politische Agenda. Der Organisation wird jedoch vorgeworfen, inszenierte Videos aus Syrien zu verbreiten: So haben syrische Journalisten früher mehrere Aufnahmen gezeigt, auf denen die „Rettungskräfte“ mit Waffen und in Militäruniform zu sehen sind.

    Das russische Außenministerium bezeichnete die Tätigkeit der „Weißhelme“ als einen Teil der Verleumdungskampagne gegen die syrische Regierung. Der Präsident Syriens, Baschar al-Assad, erklärte, dass die Mitglieder der „Weißhelme“ in der Tat Anhänger von Al-Qaida seien.

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    Asyl, Evakuierung, Bild, Weißhelme, Heiko Maas, Kanada, Großbritannien, Syrien, Deutschland, USA