21:10 20 August 2018
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    Verlogenheit pur – US-Außenminister wirft Iran vor, was er als CIA-Chef selber tat

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    Andreas Peter
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    © AP Photo / Mark J. Terrill

    US-Außenminister Mike Pompeo hat in einer Rede den Iran erneut terroristischer Aktivitäten bezichtigt. Die iranische Führung hatte zuvor gewarnt, ein Wiederaufleben der US-Sanktionen nach der Kündigung des Atomabkommens durch die USA würde der Iran als Kriegserklärung verstehen. Daraus wird in westlichen Medien nun eine Kriegserklärung des Iran.

    Es entbehrt nicht eines gewissen Zynismus, dass ausgerechnet der ehemalige CIA-Chef Mike Pompeo als nunmehriger Außenminister der USA ausgerechnet in diesen Tagen in den übelsten Tönen gegen den Iran zu Felde zieht und ihn terroristischer Aktivitäten bezichtigt:

    "Gleichzeitig versuchen sie, Europa davon zu überzeugen, im Nukleargeschäft zu bleiben, und vertuschen Terroranschläge im Herzen Europas. Und weil der Kampf gegen die Vereinigten Staaten und die Zerstörung Israels im Mittelpunkt der Ideologie des Regimes stehen, hat es viele Akte von gewaltsamem Terrorismus gegen beide Länder und unsere Bürger begangen und unterstützt.“

    In einem Monat jährt sich zum 65. Mal die so genannte „Operation Ajax“. In dieser Geheimdienstaktion hatten die US-amerikanische CIA und der britische MI6 im August 1953 die demokratisch gewählte Regierung Mossadegh gestürzt. Jahrelang leugneten die Regierungen in Washington und London diesen zutiefst undemokratischen Eingriff in die Souveränität eines anderen Landes und seines Volkes.

    >>Andere Sputnik-Artikel: „Bedrohen Sie niemals wieder die USA“ – Trumps Antwort auf Warnung Irans

    Mit dem Putsch wurde das Schah-Regime restauriert, vor allem aber die Verstaatlichung der Öl-Industrie wieder rückgängig gemacht. Ergebnis: 1979 die Islamische Revolution im Iran, die jene Herrschaftsform erschuf, gegen die sich die USA und der Westen jetzt so empören.

    Interessant dabei ist, dass die USA auch mit Revolutionsführer Chomeini gut zusammenarbeiten hätten können, wie Dokumente belegen. Demnach hat Chomeini bereits 1963 an US-Präsident Kennedy und später an Präsident Carter über geheime Kanäle Botschaften zukommen lassen, die bezeugen, dass dem Revolutionsführer nicht an einer Feindschaft zu den USA und zu Israel gelegen war.

    Das Szenario kommt bekannt vor. Bekanntlich hatte auch der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro nicht vor, sich der Sowjetunion anzunähern. Nach der arroganten Abfuhr, die er in Washington erhielt, blieb aber nur noch das Bündnis mit Moskau. Die unzähligen CIA-Aktionen gegen Kuba sind bekannt.

    Natürlich war von diesen Geschichten in der Rede von Mike Pompeo nichts zu vernehmen. Der ehemalige CIA-Chef wetterte stattdessen unverdrossen über andere vermeintliche Schurken. Vollkommen schmerzbefreit, wie man es von vielen unverbesserlichen Hardlinern nicht anders gewohnt ist. Und natürlich machte auch Pompeo aus der Warnung des Iran, nach dem Vertrauensbruch der USA durch deren Ausstieg aus dem Atomabkommen würden neue Sanktionen im Iran als Kriegserklärung aufgefasst, umgehend eine Kriegserklärung des Iran. Aber Desinformation und Propaganda hat der Ex-CIA-Chef ja gelernt.

    >>Andere Sputnik-Artikel: „Nicht zu trauen“: Iran erklärt neue Verhandlungen mit USA für nutzlos

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    Tags:
    Atomabkommen, Putsch, Revolution, Eingriff, Souveränität, Aktivität, Terroranschläge, Britischer Geheimdienst MI6, CIA, Jimmy Carter, Mike Pompeo, UdSSR, Kuba, Israel, Iran, USA
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