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    Passagiere im russischen Flughafen Omsk (Archivbild)Bürgerpass der Russischen Föderation

    Zurück nach Russland: Viele kommen aus GUS-Ländern, Deutschland unter Top 3

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    Das staatliche Programm Russlands zur Umsiedlung von Landsleuten findet vor allem in ehemaligen Republiken der Sowjetunion (GUS-Ländern), aber auch in Deutschland, Israel und den baltischen Ländern Zuspruch. Das erfuhr Sputnik vom Pressedienst des russischen Innenministeriums.

    Nach vorliegenden Angaben sind im Jahr 2014 im Rahmen des Umsiedlungsprogramms mehr als 106.000 Menschen, im Jahr 2015 rund 183.000, im Jahr 2016 mehr als 146.000 und im Jahr 2017 etwa 119.000 Menschen nach Russland umgezogen. In den ersten fünf Monaten 2018 siedelten mehr als 41.000 Landsleute nach Russland um. Bis Jahresende sollen wie erwartet noch mindestens 100.000 Programmteilnehmer einreisen.

    Ein gewisser Rückgang der Umsiedlerzahl ist laut dem Pressedienst damit zu erklären, dass sich die Zahl der Anträge auf zeitweiliges Asyl von den Landsleuten, die gezwungenermaßen die Ukraine verlassen mussten, verringert habe.

    Anfang Juni hatten mehrere Familien, die aus Donezk und Lugansk in der umkämpften Region Donbass ins russische Gebiet Rostow umgezogen waren, im Rahmen der TV-Fragestunde mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über ihre Probleme beim Erwerb der russischen Staatsbürgerschaft berichtet. Wie Putin dazu äußerte, sei es notwendig, das Einbürgerungsverfahren, vor allem für Landsleute, wesentlich zu erleichtern.

    Kurz darauf wurde auf der Website des russischen Innenministeriums ein Onlinedienst zur schnellstmöglichen Bearbeitung von Einbürgerungsanträgen eingerichtet.

    Laut dem Umsiedlungsprogramm sind die Landsleute, die in der Tradition der russischen Kultur erzogen wurden und Russisch beherrschen „im höchsten Maße zur Anpassung und zur schnellen Eingliederung in das System von positiven sozialen Verbindungen der russischen Gesellschaft fähig“.

    Anfang Juli 2018 hat die Vize-Chefin des Migrationsamtes des Innenministeriums, Valentina Kasakowa, mitgeteilt, dass der Gesetzentwurf über ein erleichtertes Verfahrung zum Erwerb der russischen Staatsbürgerschaft für die im Ausland lebenden Landsleute der Regierung vorgelegt wurde.

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