07:09 21 Januar 2020
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    Die politischen Direktoren des sogenannten „Normandie-Quartetts“ (Russland, Deutschland, Frankreich und die Ukraine) haben bei einem Treffen in Berlin unter anderem ein mögliches Referendum im Donbass angeschnitten. Das gab der russische Vize-Außenminister Grigori Karassin am Donnerstag bekannt.

    „Der fehlende Fortschritt bei der Regelung des Donbass-Konfliktes zwingt uns alle dazu, an neue Formen, neue Herangehensweisen zu denken. In diesem Sinne gibt es keine verbotenen Mittel. Der Meinungsaustausch geht weiter. Dies ist eine der Ideen, die meiner Ansicht nach konstruktiv sein könnten. Heute sind wir aber nicht auf Einzelheiten eingegangen“, so Karassin.

    Wie er weiter ausführte, sind jegliche Anstrengungen der Völkergemeinschaft zur Regelung der Situation in der Ukraine ohne direkten Dialog zwischen Kiew und dem Donbass nutzlos.

    Unter anderem hätten sich die Teilnehmer des Treffens darüber verständigt, die Idee der Entsendung einer Friedensmission in den Donbass weiter zu erörtern.  

    Wie Karassin sagte, ist das nächste Treffen des „Normandie-Quartetts“ auf der Ebene der politischen Direktoren für Herbst geplant.

    Zuvor hatte die Agentur „Bloomberg“ berichtet, Russlands Präsident Wladimir Putin soll während des Treffens in Helsinki seinem US-amerikanischen Amtskollegen Donald Trump als eine Variante für die Regelung der Donbass-Krise vorgeschlagen haben, ein Referendum durchzuführen.

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    Tags:
    Treffen, Bloomberg, Normandie-Format, Donald Trump, Wladimir Putin, Grigori Karassin, Finnland, Deutschland, Donbass, Ukraine, Russland