12:24 16 November 2018
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    Blick auf Krim (Archiv)Strategische Drohne RQ-4B Global Hawk der US-Luftstreitkräfte (Archivbild)

    Fremde Drohnen über Krim - „Ruhig bleiben und sein Pulver trocken halten“ - Experte

    © Sputnik / Witali Belousow © Foto : US Air Force
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    Eine US-amerikanische und eine britische Aufklärungsdrohne sind über dem Schwarzen Meer nahe der russischen Grenze von Radaren registriert worden.

    Wie auf der Twitter-Seite Aircraft Spots zu sehen ist, flog das amerikanische Fluggerät RQ-4B entlang der Krim-Küste und über der Region Donbass. Die Flugroute des britischen Sentinel R.1 (ASTOR) verlief südwestlich der Krim-Halbinsel.

    ​Royal Air Force Sentinel R.1 ZJ691 RRR9987 on task over the Black Sea at FL410 pic.twitter.com/u3JRjQ8ixN

    ​Im Juli war über dem Schwarzen Meer bereits ein britisches Luftfahrzeug gesichtet worden, das mindestens zweimal die Krim umflogen hatte. Im Juni war nahe der Halbinsel der mehrstündige Flug einer US-amerikanischen Drohne registriert worden.

    Da solche Fälle in letzter Zeit immer häufiger werden, hat das russische Verteidigungsministerium die USA aufgerufen, von Aufklärungsoperationen an den russischen Grenzen abzusehen. Das Pentagon winkte ab.

    Laut dem Experten des russischen Zentrums für militärpolitischen Journalismus, Boris Roschin, seien derartige Praktiken für die USA seit dem Jahr 2015 üblich und würden auch weiter bestehen.

    „In seinem strategischen Kurs geht das Pentagon davon aus, dass Russland sein Hauptgegner sei, und stellt mit jedem Jahr immer mehr Finanzmittel für Aufklärungszwecke bereit“, sagte der Experte gegenüber Radio Sputnik. Er betonte, die auf der Krim stationierten russischen Flugabwehrsysteme würden vom US-Militär überwacht.

    Dem Experten des Zentrums für militärpolitische Studien der Moskauer Diplomatischen Universität MGIMO, Wladimir Kosin, zufolge sind in letzter Zeit in der Nähe des russischen Luftraumes immer öfter schwere strategische US-Flugzeuge zu sehen, die Atomwaffen tragen könnten. Der Experte verwies auf eine stark zugenommene Marineaktivität an den russischen Grenzen im Ostseeraum, in der Barentssee und im Schwarzen Meer. „Amerikanische Schiffe mit Raketenwaffen an Bord laufen immer wieder ins Schwarze Meer ein“, sagte er.

    Es sei die Linie der USA, Russland immer im Visier zu haben, sagte Kosin. Diese Situation sei „unangenehm“, man müsse ruhig bleiben und sein Pulver dabei trocken halten, so der Experte.

    Wie der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu im Juni erklärte, ist auf der Halbinsel Krim eine einzigartige Militärgruppierung gebildet worden, die ständig gefestigt werde. „Ihre modernen hochtechnologischen Bewaffnungssysteme geben einem potentiellen Gegner, der es auf das ur-russische Territorium abgesehen hat, keine einzige Chance“, so der Minister.

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