22:24 19 Oktober 2018
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    2001: Odyssee im Weltraum. Häufig wendete Kubrick neueste Technologien an, um den nötigen Effekt zu erreichen.Künstlerisches Konzept einer weltraum-gestützten Laser-Waffe (Symbolbild)

    US-Militär baut Abfangsysteme im All

    © AP Photo / Ho,Turner Entertainment © Wikipedia/ U.S. Air Force
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    Die US-Raketenabwehr-Agentur MDA des amerikanischen Verteidigungsministeriums beginnt in den nächsten Jahren mit der Entfaltung von weltraumgestützten Abfangsystemen ballistischer Raketen. Das geht aus einem am Donnerstag vom Repräsentantenhaus verabschiedeten Entwurf des neuen Rüstungsetats hervor.

    Das Repräsentantenhaus hatte am 26. Juli für den mit dem Senat abgestimmten Rüstungsetat in Höhe von 716 Milliarden Dollar gestimmt. Den Gesetzentwurf muss nun noch der Senat bestätigen. Dies soll bereits in der kommenden Woche geschehen, wonach das Dokument dem Präsidenten Donald Trump zur Unterzeichnung vorgelegt werden wird.

    Gemäß dem Dokument sollen die Entwicklung und der Aufbau einer „stabilen weltraumgestützten Sensorarchitektur“ bis zum 31. Dezember 2022 abgeschlossen sein. Die Fristen für die Stationierung von Abfangsystemen im All sind nicht bestimmt, manche Experten sprechen diesbezüglich vom nächsten Jahrzehnt.

    Die Arbeiten hierzu werden die Raketenabwehragentur MDA gemeinsam mit der Agentur für Verteidigungsforschung und den Luftstreitkräften übernehmen.

    Gegenwärtig hat kein einziges Land im Weltraum Waffen stationiert, obwohl das Verbot für ihre Stationierung gemäß den internationalen Abkommen nur für Massenvernichtungsmittel gilt.

    VIDEO Russische Hyperschall-Rakete erstmals öffentlch getestet >>

    Zuvor hatten die USA darauf verwiesen, dass dieses Raketenabwehrsystem zum Abfangen von ballistischen Raketen des Irans und Nordkoreas entfaltet werde. Die Aufnahme einer Norm zur Stationierung eines Abfangsystems im All in den Verteidigungsetat des Landes geschah einerseits vor dem Hintergrund der Verhandlungen Washingtons mit Pjöngjang über die Entnuklearisierung Nordkoreas und andererseits – vor dem Hintergrund der Entwicklung und Einführung neuester strategischer Waffen in Russland.

    Am 1. März hatte Putin in seiner Jahresbotschaft an die Nation unter anderem über neuartige russischen Waffen als Antwort Moskaus auf den Ausstieg der USA aus dem Raketenabwehrvertrag ABM informiert. Zudem teilte der Oberbefehlshaber mit, dass die strategischen Atomstreitkräfte Russlands in letzter Zeit 80 neu interkontinentale ballistische Raketen, 102 U-Boot-gestützte ballistische Raketen und drei strategische U-Boote der Klasse „Borej“ erhalten hätten.

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