05:59 14 November 2018
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    Sputnik- und RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan (Archivbild)

    „My God, das ist Einmischung!“ Sputnik-Chefin verspottet britische Abgeordnete

    © Sputnik / Witalij Beloussow
    Politik
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    Die Chefredakteurin von Sputnik und RT, Margarita Simonjan, hat den Bericht „Fake News“ des Ausschusses für digitale Technologien des House of Commons (britisches Parlamentsunterhaus) mit Ratschlägen für die Regierung zum Kampf gegen Desinformation kommentiert.

    Ein Kapitel des Berichts ist dem „russischen Einfluss bei politischen Kampagnen“ gewidmet, unter anderem der Agentur Sputnik und dem Fernsehsender RT.

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    „Die britischen Abgeordneten haben etwas Schreckliches entdeckt: Im Jahre 2016 sollen die gegenüber der EU kritisch gestimmten Twitter-Beiträge von RT und Sputnik ein breiteres Publikum erreicht haben als die führenden britischen Brexit-Kampagnen. My God, das ist ja eine Einmischung in Britanniens innenpolitische Institutionen, meinten die Parlamentarier. Nun verlangen sie eine sorgfältige Ermittlung. Zum siebten Mal allein in diesem Jahr, scheint mir“, so Simonjan.

    In ihrem Schreiben riefen die britischen Abgeordneten wiederholt dazu auf, der angeblichen „russischen Einmischung“ in die britische Politik die Stirn zu bieten. Sie verkündeten die Notwendigkeit, diesen Kampf mit Parlamentariern anderer Länder zu koordinieren.

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    Der Ausschuss gründete seine Ratschläge auf eine Studie der britischen PR-Agentur „89up“ sowie auf US-Ermittlung zu Russlands vermeintlicher Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl 2016.

    Zuvor hatte die Agentur „89up“ auf ihrer offiziellen Webseite über angebliche „Versuche Russlands“ berichtet, die Ergebnisse des Brexit-Referendums zu beeinflussen. Laut der Studie sollen Publikationen von russischen Medien, unter anderem von RT und Sputnik, und ihre Verbreitung in den sozialen Netzwerken viermal mehr Einfluss auf das Referendum gehabt haben als die offizielle Brexit-Kampagne.

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    Bei dem Referendum vom 23. Juli 2016 hatte eine knappe Mehrheit der Briten für einen Ausstieg aus der Europäischen Union gestimmt. Das Austrittsverfahren war am 29. März 2017 gestartet worden. Genau zwei Jahre danach, am 29. März 2019, soll Großbritannien laut Artikel 50 des Vertrags von Lissabon die Europäische Union verlassen.

    Moskau hatte die Vorwürfe der angeblichen versuchten Einmischung in Wahlen und Volksabstimmungen anderer Länder mehrmals als haltlos zurückgewiesen.

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