05:42 14 November 2018
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    v.l.n.r.: Außenminister der Ukraine Pawlo Klimkin, Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian und Russlands Außenminister Sergej Lawrow beim Treffen im Normandie-Format, der 11. Juni 2018

    „Neue Normandie-Verhandlungen unzweckmäßig“ – Lawrow erwartet Truppenabzug

    © AP Photo / Michael Sohn
    Politik
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    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat die Verhandlungen im sogenannten Normandie-Format zur Regelung der Lage in der Ostukraine sowie die russisch-ukrainischen Beziehungen kommentiert und von den Partnern die Erfüllung vorangehender Vereinbarungen gefordert.

    Dem Minister zufolge ist es nicht zweckmäßig, eine neue Runde der Normandie-Gespräche durchzuführen, bevor die „konkreten Absprachen“ zum Truppenabzug aus den Pufferzonen erfüllt werden.

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    „Bevor eine ganz konkrete Verabredung der Staatschefs der Normandie-Vier über drei bestimmte Ortschaften nicht erfüllt wird, wird es meiner Meinung nach nicht so gut für das Image des Normandie-Formats sein, einen neuen Gipfel zu veranstalten“, sagte Lawrow bei dem Allrussischen jugendlichen Bildungsforum „Territorium der Sinne an der Kljasma“ in der Region Moskau.

    Die russischen und die ukrainischen Völker werde man nicht gegeneinander aufhetzen. Die meisten Ukrainer verstehen laut dem Minister die ganze Absurdität und die Komik der ideologischen Einwirkung auf die ukrainische Bevölkerung.

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    „Dass mehr als eine Million ukrainischer Bürger jedes Jahr ihren Urlaub auf der Krim verbringen, ist einer der besten Beweise dafür, dass es nicht gelingen wird, einen Keil zwischen unsere Völkern zu treiben.“

    Lawrow zufolge belasten „behelfsmäßige Opportunisten“, die „die Macht in Kiew gesetzwidrig übernommen haben“, die russisch-ukrainischen Beziehungen.

    „Je eher das ukrainische Volk sie (die „behelfsmäßigen Opportunisten“ — Anm. d. Red.) selbst entlarvt, desto mehr Nutzen wird das sowohl den Ukrainern als auch unseren Beziehungen bringen.“

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    Beim Treffen der Außenminister des sogenannten „Normandie-Quartetts“ (Russland, Deutschland, Frankreich und die Ukraine) in Berlin waren unter anderem die Möglichkeit der Etablierung einer UN-Friedensmission im Donbass sowie die Arbeitsbedingungen der OSZE-Beobachter, die Ausweitung humanitärer Maßnahmen und der Austausch von Gefangenen besprochen worden.

    Die Agentur „Bloomberg“ hatte berichtet, Russlands Präsident Wladimir Putin soll während des Treffens in Helsinki seinem US-amerikanischen Amtskollegen Donald Trump als eine Variante für die Regelung der Krise in der Ostukraine vorgeschlagen haben, ein Referendum im Donbass durchzuführen.

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    Tags:
    Munition, Militärtechnik, Minsker Abkommen, Absprache, Verhandlungen, humanitäre Katastrophe, Zivilisten, Waffenruhe, Waffen, Truppen, Armee, Militär, Krieg, Normandie-Vierergruppe, Sergej Lawrow, Donbass, Ukraine, Russland, Russische Föderation