12:05 21 August 2018
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    Petro Poroschenko und Bundeskanzlerin Angela Merkel beim jüngsten Nato-Gipfel in Brüssel

    Außenpolitiker: Poroschenko will mit Klage gegen Russland auf sich aufmerksam machen

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    Die von der Ukraine gegen Russland geplante Klage und Kiews Schadenersatzansprüche sind ein weiterer Versuch von Präsident Petro Poroschenko, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Das erklärte Sergej Schelesnjak, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses der russischen Staatsduma, am Mittwoch in Moskau.

    Zuvor hatte Poroschenko auf Twitter mitgeteilt, er habe das Kabinett ersucht, unverzüglich ein „ressortübergreifendes Konsultativorgan“ zu bilden. Dieses solle eine Klage gegen Russland vorbereiten, das der Ukraine den im Donbass und auf der Krim zugefügten Schaden zu ersetzen habe, hieß es.

    „Die weitere stürmische Lufterschütterung durch den ukrainischen Präsidenten ist lediglich ein weiterer unbeholfener Versuch, ausländische Sponsoren auf sich aufmerksam zu machen. Herr Poroschenko bereitet sich auf eine neue Wahlkampagne vor und sucht vergeblich nach einer Möglichkeit, die Verantwortung für den Zerfall des Staates, für die Verarmung des Volkes und für den fortdauernden Krieg im Südosten (auf jemanden) abzuwälzen“, betonte Schelesnjak.

    Eine neue Spirale der antirussischen Stimmungen in der Ukraine, die die Machthaber in Kiew immer wieder weiter drehen wollten, reize nicht nur die eigene Bevölkerung, sondern auch westliche Nachbarn, die des arglistigen und korrupten Regimes in der Ukraine überdrüssig geworden seien.

    „Eine Klage sollte eher gegen Poroschenko selbst eingereicht werden, und zwar wegen des Todes von Tausenden Menschen, wegen des Schadens, der dem Volk im Donbass sowie der Krim und deren Bewohnern zugefügt wurde.“

    Es sei schon längst an der Zeit, der sogenannten ukrainischen Führung Völkermord, die massenhafte Veruntreuung von Staatseigentum, die Zerstörung der nationalen Wirtschaft, die ausufernde Korruption, die Vorschubleistung für den radikalen Nationalismus und die bewusste Untergrabung der Souveränität des Landes zur Last zu legen, betonte Schelesnjak.

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    Tags:
    Schadenersatz, PR, Wahlkampagne, Antwort, Klage, Präsident, Völkermord, Duma, Auswärtiger Ausschuss in der Staatsduma (Parlamentsunterhaus), Staatsduma, Sergej Schelesnjak, Petro Poroschenko, Westen, Europa, Donbass, USA, Russland, Ukraine
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