23:34 21 August 2018
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    Tschechischer Delegationsleiter: „Menschen auf der Krim mit ihrem Leben zufrieden“

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    Politik
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    Der Leiter einer tschechischen Delegation und Abgeordnete des EU-Parlaments Jaromír Kohlíček hat in einem Sputnik-Gespräch seine Eindrücke von seiner Reise auf die Schwarzmeer-Halbinsel Krim geschildert und diese mit entsprechenden Berichten westlicher Politiker verglichen.

    Ihm zufolge haben die Mitglieder der tschechischen Abordnung während ihres Aufenthaltes gesehen, dass das Leben der Krim-Bewohner inhaltsreich und interessant sei. 

    Die Situation auf der Halbinsel sei mit den trüben Mitteilungen vieler westlicher Politiker, von denen die meisten nie die Krim besucht hätten, kaum vergleichbar. 

    Leben auf der Halbinsel „sprudelt“

    „Wir haben auf der Krim Politiker, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, einfache Einwohner und Menschen getroffen, die ein aktives und kreatives Leben führen und durchaus zufrieden sind, trotz Versicherungen einiger westlicher Politiker, von denen die meisten nie die Krim besucht haben“, sagte Kohlíček.  

    Der EU-Abgeordnete hat bereits zwei Mal an Wirtschaftsforen auf der Krim teilgenommen. Diesmal hat er neben anderen Delegationsmitgliedern verschiedene Teile der Halbinsel besucht und auch mit Ortsansässigen und Farmern geredet.

    Großen Eindruck machten auf die tschechischen Vertreter die Pläne der örtlichen Verwaltungsorgane, darunter auch zum Bau der größten Moschee in Osteuropa.  Ihre Eröffnung sei für das Frühjahr 2019 geplant.

    „An und für sich zeigen der Bau dieser Moschee sowie die Gespräche mit Ortsbewohnern, wie sich die realen Fakten über das Leben auf der Krim von der äußeren Propaganda über ‚jede denkbare Unterdrückung der Rechte und Freiheiten der Tataren‘ auf der Halbinsel unterscheiden“, betonte der EU-Abgeordnete.

    Wie Kohlíček weiter ausführte, haben auch eine Parade zum Tag der russischen Kriegsmarine in Sewastopol sowie der Besuch im internationalen Kinderzentrum „Artek“ die Delegationsmitglieder sehr beeindruckt.

    Kiews Androhungen wegen Krim-Reise

    Indes droht das offizielle Kiew den Delegationsmitgliedern wegen ihrer Krim-Reise mit Sanktionen. Noch im Vorfeld der Reise hatte die ukrainische Botschaft in Prag eine entsprechende Note versendet.

    „Ich habe Kiews Maßnahmen bereits wegen früherer Krim-Besuche am eigenen Leib gespürt. Beispielsweise musste ich an einer Konferenz zu Problemen der Bukowina in Lwiw (in der Westukraine – Anm. d. Red.) teilnehmen. Ich habe aber wegen der ‚ungewöhnlichen Mittel zur Überquerung der ukrainischen Grenze‘ eine abschlägige Antwort erhalten“, sagte der EU-Abgeordnete.             

    „Ich habe denn die ukrainische Grenze keinesfalls passiert. Ich habe die Krim besucht, die Bestandteil Russlands ist, und zwar auf Grund des Referendums von 2014, bei dem mehr als 95 Prozent der Einwohner für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt hatten“, unterstrich Kohlíček.

    Die tschechische Delegation besuchte die Krim Ende Juli.

    Beim Volksentscheid am 16. März 2014 über den künftigen Status der Halbinsel Krim und der Stadt Sewastopol hatten 96,77 Prozent bzw. 95,6 Prozent für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt. Am 18. März 2014 war der Vertrag über die Wiedervereinigung unterzeichnet worden. Trotz des Volksentscheids betrachtet die Ukraine die Krim weiterhin als Teil ihres Territoriums, wenngleich als einen besetzten Teil. Der Kreml weist seinerseits darauf hin, dass sich die Bürger der Krim auf demokratischem Weg für den Beitritt zu Russland entschieden haben.   

     

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    Tags:
    Eindrücke, Jaromír Kohlíček, Tschechien, Ukraine, Krim, Russland