05:39 19 August 2018
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    Exportverluste durch russische Gegensanktionen genannt

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    Wegen des von Moskau eingeführten Embargos war 2014 die Ausfuhr von Lebensmitteln aus der EU, den USA, aus Kanada, Australien und Norwegen nach Russland bis auf 2,5 Millionen Tonnen für insgesamt 4,9 Milliarden US-Dollar zurückgegangen und hat seit 2015 völlig aufgehört. Das geht aus einem Bericht des Föderalen Zolldienstes Russlands hervor.

    Die bis dahin importierten Produkte hat Russland durch Agrarerzeugnisse aus anderen Ländern oder aber aus eigener Produktion ersetzt.

    Dabei hatte der Umfang der Lebensmittelimporte im Jahr 2013, vor der Sanktionsverhängung gegen Russland, 3,9 Milliarden Tonnen im Gesamtwert von 8,3 Milliarden US-Dollar betragen.

    Im Januar 2018 hat der stellvertretende Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Udo Hemmerling, erklärt, dass sich die Verluste der deutschen Landwirte in den Jahren 2015 und 2016 infolge der russischen Gegensanktionen jährlich auf eine Milliarde Euro belaufen haben.

    Indessen hat der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire die Hoffnung geäußert, dass das russische Lebensmittelembargo teilweise aufgehoben werde. Wie zuvor berichtet wurde, betragen die sanktionsbedingten Verluste der EU nach Experteneinschätzungen rund 30 Milliarden Euro.

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    Tags:
    Lebensmittelembargo, Gegensanktionen, Föderaler Zolldienst Russlands, EU, Bruno Le Maire, Russland
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