12:11 19 November 2018
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    USA revidieren Vergünstigungen für Importe aus der Türkei

    USA revidieren Vergünstigungen für Importe aus der Türkei

    © Sputnik / Natalia Seliwerstowa
    Politik
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    Washington erwägt eine Abschaffung von Vergünstigungen für Einfuhren von Erzeugnissen aus der Türkei. Wie ein Handelsvertreter der USA am Samstag in Washington erklärte, wollen die US-Behörden klären, ob die Teilnahme der Türkei am System der Präferenzen für US-Importe (GSP/Generalized System of Preferences) gerechtfertigt ist.

    „Die Administration von US-Präsident Donald Trump ist über die (mangelnde) Erfüllung entsprechender Kriterien für den Zugang zum GSP-Markt durch die Türkei besorgt“, hieß es auf der Website der Handelsvertretung. „Wir hoffen darauf, dass Ankara an der Lösung von Problemen mit uns kooperieren wird, die eine Revision des zollfreien Zugangs der Türkei zum US-Markt zur Folge hat.“

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    Zuvor hatte die Türkei zusätzliche Einfuhrzölle für Waren aus den USA im Gesamtwert von 1,78 Milliarden Dollar verhängt. Im vergangenen Jahr lieferte die Türkei nach dem GSP-Programm Erzeugnisse im Wert von 1,7 Milliarden Dollar an die USA, was etwa 17 Prozent der gesamten türkischen Ausfuhren in die Vereinigten Staaten ausmacht.

    Die Handelspräferenzen werden vor dem Hintergrund einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und der Türkei revidiert. Zuvor hatte Washington den Justiz- und den Innenminister der Türkei mit Sanktionen belegt, nachdem die türkische Justiz den US-amerikanischen Pastor Andrew Brunson festgenommen hatte.

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    Brunson wird Beihilfe für die von Pastor Fethullah Gülen geleitete Organisation FETÖ vorgeworfen, die in der Türkei als ein Terrornetzwerk eingestuft wurde. Gülen lebt zurzeit im US-Exil. Zudem soll Brunson die in der Türkei verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) unterstützt haben.

    Brunson lehnt alle Anschuldigungen als „schändlich und abscheulich“ ab.

     

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    Tags:
    Revision, Präferenzen, Handel, Türkei, USA