13:08 19 November 2018
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    Migranten in Europa (Archiv)

    „Serbische Dörfer mit Pakistanern besiedeln“ – Experte: Terrorgefahr für ganz Europa

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    Politik
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    Die Behörden in Bosnien-Herzegowina wollen eine entvölkerte serbische Siedlung in ein Aufnahmezentrum für Migranten verwandeln. Welche Folgen dies nach sich ziehen könnte, erklärt Sicherheitsexperte Predrag Ceranic, Professor an der Universität Banja Luka, im Gespräch mit Sputnik.

    Politiker in Sarajevo haben eine Initiative gestartet, die die Einrichtung eines Migranten-Aufnahmezentrums in einer serbischen Siedlung vorsieht, deren Bevölkerung ihre Häuser während des Bosnienkrieges massenweise verlassen hat. Laut den Experten haben die Bosniaken vor, die Muslims in den serbischen Enklaven anzusiedeln, um die ethnische Zusammensetzung auf den bestimmten Gebieten zu ihren Gunsten zu ändern.  

    Derzeit kommen immer mehr Migranten nach Bosnien und Herzegowina, größtenteils halten sie sich an der Grenze zu Kroatien auf, wo viele serbische Siedlungen nach dem Bosnienkrieg (1992-1995) leer stehen. Der Vorschlag der Regierung von der Föderation Bosnien und Herzegowina sieht vor, ein Aufnahmezentrum für Flüchtlinge in der serbischen Siedlung Medeno Polje in der Gemeinde Bosanski Petrovac einzurichten.

    Diese Initiative hat jedoch bei den Vertretern der serbischen Bevölkerung für Irritation gesorgt. Unter anderem hat Mirko Sarovic, der Außenhandelsminister und Ex-Präsident der Republika Srpska, erklärt, dass die serbischen Vertreter in den Bundesbehörden dies nicht zulassen würden.  

    Der Dekan der Fakultät für Sicherheit an der Universität Banja Luka, Predrag Ceranic, hat gegenüber Sputnik gesagt, die staatlichen Institutionen seien hinsichtlich der anwachsenden Migrantenwelle völlig unvorbereitet gewesen. Dabei hätten sie doch viel Zeit gehabt, weil die Flüchtlingskrise in der Welt nicht erst gestern ausgebrochen sei und Sarajevo niemand daran gehindert hätte, sich mit der Erfahrung der Nachbarländer, z.B. von Serbien oder Mazedonien, bekannt zu machen. Ihm zufolge sei die Republika Srpska gezwungen, das Problem nun aus eigenen Kräften zu bewältigen.

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    Statt das Migrantenproblem zu lösen, würden die Bundesbehörden versuchen, die Flüchtlinge in den verlassenen serbischen Siedlungen unterzubringen, Kasernen u.a., was natürlich nicht ohne Gegenreaktion der Serben bleiben könne.

    „Bestimmte politische Kräfte in Sarajevo streben zweifelsohne danach, die Migranten im Land zu lassen und sie im Einklang mit eigenen Interessen als ein Mittel zu benutzen, das die Veränderung der demographischen Verhältnisse in den serbischen Enklaven ermöglicht“, so der Experte.  

    Er behauptet, dass 90 Prozent der Migranten, die nach Bosnien und Herzegowina kommen, Pakistaner seien, unter denen es kaum Flüchtlinge aus umkämpften Gebieten von Syrien und Afghanistan geben würde.

    „Sie kommen ohne irgendwelche Papiere, es ist unmöglich, zu bestätigen, dass sie ihr echtes Herkunftsland angeben, so wie es auch unmöglich ist, festzustellen, ob sie islamistischen Terrororganisationen angehören oder nicht. Inzwischen ‚verlegt‘ der Islamische Staat, der in Syrien eine Reihe Niederlagen erlitten hat, seine Anhänger nach Europa. Wir wissen nicht, wie ihre wahren Absichten aussehen, vielleicht haben sie vor, ihren Kampf hier fortzusetzen“, warnte Ceranic.   

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    Die Einrichtung von Gettos sei ganz bestimmt keine Lösung des Problems, so der Experte. Das bestätige die Erfahrung von Paris, dessen Vororte sich in Migranten-Gettos verwandelt haben sollen, wo nicht einmal die Polizei hinkomme. Ähnlich sei die Situation in Belgien.

    „Unter  Vermittlung solcher Gettos werden die Terroranschläge in Europa organisiert“, so der Professor von Banja Luka. 

    Der Islamische Staat – eine in Russland verbotene terroristische Organisation.

     

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    Tags:
    Terroranschläge, Sarajevo, Europa, Bosnien-Herzegowina, Syrien, Afghanistan