03:35 17 August 2018
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    Beamte in Chemieschutzanzügen arbeiten in Salisbury nach der Vergiftung der Skripals (Archivbild)

    Fall Skripal: Viele Staaten glauben nicht an britische Version – Botschafter

    © AFP 2018 / Adrian Dennis
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    Unter den Vertretern der Länder außerhalb des Westblocks glaubt fast niemand an die britische Version zum Fall Skripal. Dies sagte der russische Botschafter in London, Alexander Jakowenko.

    „Ich rufe knapp einmal in zwei Wochen die Botschafter aller Länder zusammen und führe Briefings zu diesen Angelegenheiten durch“, sagte Jakowenko.

    „Und ich muss sagen, dass natürlich kaum jemand außerhalb dieses sogenannten westlichen Blocks – das sind 35 Länder – an diese britische Version glaubt“, so der russische Botschafter gegenüber dem TV-Sender Rossija 24.

    Zuvor hatte er erklärt, dass faktisch alle Indizien beim Ermittlungsverfahren zum Zwischenfall in Salisbury vernichtet worden seien.

    Fall Skripal

    Im britischen Salisbury sollen am 4. März laut den Behauptungen der britischen Behörden der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter mit Nervengas vergiftet worden sein, was einen großen internationalen Skandal auslöste. London machte Russland für die Vergiftung der Skripals mit dem Giftstoff A234 verantwortlich. Moskau wies die Anschuldigung entschieden als völlig haltlos und unbegründet zurück.

    Mitte Mai war Sergej Skripal nach der stationären Behandlung aus dem örtlichen Krankenhaus entlassen worden, seine Tochter Julia bereits Mitte April.

    Wie die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte, sind rund 60 diplomatische Noten zum Fall Skripal an das britische Außenministerium gerichtet worden. Darin wurde gefordert, Russland den Zugang zu den Ermittlungen zu gewähren. Moskau bot außerdem seine Teilnahme an dem Ermittlungsverfahren an. Die britischen Behörden winkten ab.

    Der damalige Außenminister Boris Johnson versprach im März, „verblüffende Beweise“ gegen Russland zu präsentieren, tat das bis zu seinem Rücktriff im Juli aber nicht.

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    Tags:
    Botschafter, Version, Vergiftung, Julia Skripal, Alexander Jakowenko, Großbritannien, Russland
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