08:04 21 August 2018
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    US-Präsident Donald Trump in Ohio

    Trump verstrickt sich in Äußerungen über „russische Einmischung“

    © REUTERS / Leah Millis
    Politik
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    US-Präsident Donald Trump hat in seiner Rede bei einer Wahlveranstaltung im Bundesstaat Ohio Länder genannt, die sich seiner Ansicht nach in US-Angelegenheiten einmischen. Darüber berichtete der TV-Sender NBC.

    Laut Trump werden die USA ständig von einer „Menge Leute“ attackiert. „Russland ist da, China ist da. Wir kommen gut mit Nordkorea zurecht, aber sie sind wahrscheinlich da.“

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    Diese Äußerung des US-Präsidenten widerspreche teilweise seinen Worten bei einer Wahlveranstaltung in Wilkes Barre, die am Donnerstag stattgefunden habe, betonte der TV-Sender. Dort war Trump bei seinem Auftritt auf das Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin eingegangen und hatte gesagt, der Gipfel sei sehr gut verlaufen und sie hätten sich verständigt. Die Beziehungen der beiden Staatschefs würden jedoch von Vorwürfen wegen der angeblichen russischen Einmischung in die US-Wahlen beeinträchtigt, so Trump. „Das ist ein Schwindel, versteht ihr?“, sagte er.

    Zuvor hatte Trump bei einem Briefing im Weißen Haus darüber informiert, dass Russland angeblich erneut versuche, sich in die US-Wahlen einzumischen. Ein entsprechender Bericht war vom Nationalen Sicherheitsberater John Bolton, dem Direktor der nationalen Nachrichtendienste, Dan Coats, FBI-Chef Chris Wray und NSA-Direktor Paul Nakasone verfasst worden.

    Trump hatte mehrmals kontroverse Äußerungen zu der angeblichen russischen Einmischung in US-Angelegenheiten gemacht. So erklärte er bei der Pressekonferenz nach dem Treffen mit dem russischen Präsidenten in Helsinki am 16. Juli, „die beiden Seiten“ seien für den Skandal verantwortlich, er sehe jedoch keine Beweise, die diese Einmischung bestätigen würden.

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    Einen Tag später sagte Trump allerdings vor Journalisten, er vertraue völlig den US-Nachrichtendiensten und erkenne deren Erkenntnisse zum Fall über die „russische Einmischung“ an. Am 1. August schrieb er in seinem Twitter-Account, eine Absprache sei keine Straftat, aber auch das sei unwichtig, denn es habe keine Absprache (mit Russland – Anm. d. Red.) gegeben.

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    Tags:
    Skandal, Schwindel, Äußerungen, Einmischung, Wahl, John Bolton, Wladimir Putin, Donald Trump, Helsinki, Russland, USA
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