17:41 21 November 2018
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    Syrische Stadt Hama

    Leiter von syrischem Forschungszentrum durch Bombenanschlag getötet – Medien

    © Sputnik / Mikhail Voskresenskiy
    Politik
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    Der syrische Wissenschaftler und Leiter des Forschungszentrums in Masyaf, Aziz Asbar, ist in der Stadt Hama getötet worden. Dies berichtet die Organisation „The Middle East Monitor“ (MEMO) unter Berufung auf die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

    Aziz Asbar sei in der Nacht auf Sonntag durch eine Explosion in seinem Auto getötet worden. Auch der Chauffeur von Asbar soll wegen der Bombenattacke ums Leben gekommen sein, meldet die MEMO.

    Offizielle Kommentare der syrischen Behörden liegen zurzeit nicht vor.

    Nach Angaben der syrischen Zeitung „Al Watan“ würden die Behörden in Damaskus israelische Geheimdienste des Attentats verdächtigen.  

    Dem iranischen Fernsehsender „Press TV“ zufolge ist das Forschungszentrum in Masyaf, das sich in der Provinz Hama 220 Kilometer von Damaskus entfernt befindet, in den letzten Monaten zumindest zweimal von der israelischen Luftwaffe angegriffen worden.

    Laut dem israelischen Nachrichtenportal YnetNews soll der Forscher an der Entwicklung von Chemiewaffen sowie an dem iranischen Raketenprogramm teilgenommen haben.

    Am 14. April hatten die USA, Frankreich und Großbritannien Raketenschläge gegen syrische Regierungsobjekte versetzt, die für die Herstellung von Chemiewaffen genutzt worden sein sollen. Der russische Präsident, Wladimir Putin, bezeichnete die Schläge als einen Angriffsakt gegen einen souveränen Staat.

    Die syrischen Behörden hatten die Vorwürfe, Chemie-Waffen gegen Zivilisten oder Terroristen eingesetzt zu haben, mehrmals zurückgewiesen. Das syrische Chemiewaffen-Arsenal war 2013 unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen aus dem Land ausgeführt worden.

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    Tags:
    Bombenanschlag, Forscher, Attentat, Explosion, Fernsehsender Press TV, Al-Watan, Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR), Wladimir Putin, Hama, Damaskus, Großbritannien, Syrien, USA, Frankreich