12:03 21 August 2018
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    Ukrainischer Grenzkontrollpunkt (Symbolbild)

    Deutsche Medien entlarven Ausmaß der Zoll-Korruption in der Ukraine

    © Sputnik / Pawel Palamartschuk
    Politik
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    Die Ukraine verliert jährlich wegen Korruption im Zoll Milliardensummen. Das geht aus den am Montag veröffentlichten Recherchen der „Süddeutschen Zeitung“ hervor.

    Demnach gehen der Staatskasse jährlich bis zu 4,8 Milliarden Dollar beim Zoll verloren.

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    „Das entspricht weit mehr als einem Zehntel der Staatseinnahmen und ist doppelt so viel Geld, wie sich die Ukraine 2018 vom Internationalen Währungsfonds, der EU und der Weltbank leihen will“, betont die „Süddeutsche Zeitung“.

    Das Blatt beschreibt auf Basis der vorliegenden Dokumente und der Zollbegleitscheine Manipulationen, die man zur Umgehung von Zöllen verwendet. Die in die Ukraine eingeführten Regenschirme hätten sich zum Beispiel bei der Zollabfertigung in Bürsten oder Spiegel verwandelt –daran habe der Staat Tausende Euro verloren.

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    Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ sind an der Zoll-Korruption Polizisten sowie Mitarbeiter der Generalstaatsanwaltschaft und des Inlandsgeheimdienstes SBU beteiligt. Für die Abwicklung würden Firmen gegründet, die von den Offizieren des Grenzschutzes, des SBU oder der Generalstaatsanwaltschaft kontrolliert würden.

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    Tags:
    Zölle, Dokumente, Manipulationen, Polizei, Verluste, Geld, Korruption, Zoll, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), Ukraine
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