14:52 19 Oktober 2018
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    Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU)

    Zwei Monate vor Landtagswahlen: Söder ist unbeliebtester Ministerpräsident bundesweit

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    Politik
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    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat laut dem aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Vergleich mit anderen Regierungschefs der Flächenländer die niedrigsten Werte erreicht.

    Aus der am Montag veröffentlichten Erhebung geht hervor, dass aus mehr als 1000 in Bayern befragten Personen 64 Prozent unzufrieden mit der Arbeit des Ministerpräsidenten sind. Nur 31 Prozent waren zufrieden, was eine wesentliche Senkung im Vergleich zu 38 Prozent vom Juni bedeutet.

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    Am beliebtesten ist Forsa zufolge der baden-württembergische Ministerpräsident, Winfried Kretschmann. Drei Viertel (74 Prozent) der Befragten seines Landes waren mit der Regierungsarbeit des Grünen-Politikers zufrieden. Unzufrieden mit Kretschmann zeigten sich nur 22 Prozent.

    Mehrheitliche Zustimmung erreichten Schleswig-Holsteins Landeschef, Daniel Günther (CDU), mit einem Zustimmungswert von 66 Prozent, gefolgt von Niedersachsens Ministerpräsident, Stephan Weil (SPD), mit 60 Prozent und der rheinland-pfälzischen Regierungschefin, Malu Dreyer (SPD), mit 58 Prozent, so die Umfrage.

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    Im Negativbereich befinden sich neben Söder auch der brandenburgische Ministerpräsident, Dietmar Woidke (SPD, 44 Prozent Zufriedenheit zu 46 Prozent Unzufriedenheit), der nordrhein-westfälische Ministerpräsident, Armin Laschet (CDU, 40 zu 51 Prozent), Sachsen-Anhalts Ministerpräsident, Reiner Haseloff (CDU, 39 zu 55 Prozent) sowie Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlands, mit 34 zu 37 Prozent.

    Die niedrige Unterstützung, die die Bayern für ihren Ministerpräsidenten zeigen, ist in Hinsicht auf die am 14. Oktober kommenden Landtagswahlen besonders bemerkenswert. In der sogenannten Sonntagsfrage im Bund verschlechterte sich die CDU/CSU um einen Punkt auf 31 Prozent (Bundestagswahl 2017:  32,9 Prozent). Laut dem Trendbarometer wird das Abrutschen der Union vor allem durch die Schwäche der CSU verursacht.

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    „Während die CDU ihr Bundestags-Ergebnis von 2017 (26,8 Prozent) in etwa halten kann, kommen die Christsozialen bundesweit nur noch auf etwas mehr als 4 Prozent (2017: 6,2 Prozent)“.

    Für das „RTL/n-tv-Trendbarometer“ befragte Forsa in Deutschland im Zeitraum vom 25. Juli bis zum 2. August 7470 Wahlberechtigte in den Flächenländern. Die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen waren von der Umfrage ausgenommen. Die Fehlertoleranz wurde mit drei bis vier Prozentpunkten angegeben.

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