08:05 21 August 2018
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    Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif (November 2016)

    Irans Außenminister spricht von „Kriegshetzer“ und „Krieg für Weltfrieden“

    © AP Photo / Petr David Josek
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    Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat die Aufrufe zum „Frieden in der ganzen Welt“ als „ermüdete Klischees“ bezeichnet, die keinen Platz in den internationalen Beziehungen haben dürfen. Damit reagierte er Medienberichten zufolge auf die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump und die Wiederverhängung der Sanktionen gegen Teheran.

    Zuvor hatte der US-Präsident die Sanktionen gegen den Iran annonciert, wobei er in seinem Twitter-Account schrieb: „Das sind die bissigsten Sanktionen, die jemals verhängt wurden, und im November gehen sie noch einen Schritt weiter. Wer mit dem Iran handelt, wird kein Business mit den Vereinigten Staaten machen.“ Er wolle damit nichts weniger als den Frieden auf der Welt erreichen.

    Nun kommentierte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif diese Aussagen: „Mahnung: Die internationalen Beziehungen sind kein Schönheitswettbewerb mit ermüdeten Klischees über den Wunsch nach Frieden auf der Welt. Und nicht zum ersten Mal erklärt der Kriegshetzer, dass er Krieg für den ,Weltfriedenʻ führt.“

    ​In einem weiteren Posting schrieb der Außenminister, dass „die Tweets jene Tatsache nicht ändern, dass die Welt die Nase voll von der US-Unilateralität hat“. Er fügte hinzu, dass die Maßnahmen von Washington den Iran nicht beeinflussen würden, dessen Handelspartner, darunter „die EU, Russland, China“, „den impulsiven getwitterten Diktaten“ nicht folgen würden.

    Am Montag war berichtet worden, die Wirtschaftssanktionen der USA gegen den Iran seien offiziell in Kraft getreten.

    Anfang Mai hatte US-Präsident Donald Trump den Ausstieg aus dem Atom-Deal mit dem Iran angekündigt und erklärt, die USA würden alle Sanktionen wieder in Kraft setzen, die infolge des Abkommens aufgehoben worden waren.

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    Tags:
    Krieg, Frieden, Sanktionen, Mohammad Javad Zarif, Donald Trump, Iran, USA
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