03:37 17 August 2018
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    Werden neue antirussische Sanktionen USA selbst hart treffen? – „The Hill“ erklärt

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    Politik
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    Die US-Zeitung „The Hill“ hat auf ihrer Webseite einen Artikel unter dem Titel „Neue Sanktionen würden Russland schaden, für die amerikanische Industrie sind sie aber noch schädlicher“ veröffentlicht. Der Autor Richard Sawaya behauptet, die neuen antirussischen Beschränkungen würden vor allem die US-Wirtschaft hart treffen.

    Sollte das von einer Gruppe US-Senatoren in Übereinstimmung mit dem Gesetzentwurf „Über den Schutz von Wahlen vor Bedrohungen durch die Einführung von Restriktionen“  vorbereitete Sanktionspaket in Kraft treten, würden sie laut Sawaya  „einen Keil zwischen Europa und den USA treiben“ sowie die Energie- und Finanzmärkte destabilisieren. Darüber hinaus würden US-Unternehmen gezwungen sein, Russland zu verlassen (wovon die Wettbewerber aus China und Europa natürlich profitieren würden).

    Dmitry Peskov
    © Sputnik / Michael Klimentyev
    Wie Sawaya ferner schreibt, werden russische Unternehmen etwas mehr als unter den derzeitigen Sanktionen leiden, während das amerikanische Business gezwungen sein wird, gemeinsame Unternehmen zu liquidieren, und ernsthafte finanzielle Verluste einstecken müssen.

    Angesichts der Tatsache, dass einige der wichtigsten Ölfelder von russischen Unternehmen und ihren chinesischen Partnern erkundet und genutzt werden,  können die US-amerikanischen Ölgesellschaften „auf die Ersatzbank verbannt“ werden. Die Sanktionen würden auch wichtige von den USA unterstützte Projekte betreffen,  wie zum Beispiel  den Bau der Trans-Adria-Pipeline, die dazu beitragen solle, Europa von der russischen Energiedominanz zu befreien. An diesem Projekt ist ein russisches Unternehmen Minderheitsaktionär.

    Bildschirm mit Geldkurs vor einer Bank in Moskau (Archivbild)
    © Sputnik / Archiv/ Natalja Seliwerstowa
    Die Folgen würden in allen Bereichen spürbar sein: Amerikanische Unternehmen könnten keine Ladungen mehr über russische Eisenbahnen transportieren, „The Boeing Company“ werde nicht mehr mit russischen Fluggesellschaften zusammenarbeiten können, „AT & T“ werde nicht in der Lage sein, russische Telefonleitungen zu verwenden.

    Die US-Indexfonds und die Finanzmärkte werden ebenfalls erschüttert, weil Rubelanleihen der russischen Regierung und der  russischen Banken in den Bilanzen sofort zu illegalen Vermögenswerten werden. Amerikanische Unternehmen, die in Russland Handel treiben, würden feststellen, dass sie wegen der amerikanischen gesetzlichen Regelungen keine russischen Banken mehr nutzen dürfen, so Sawaya.

    Am Mittwoch hatte das Außenministerium in Washington erklärt, dass am 22. August wegen angeblicher Verwendung von C-Waffen im britischen Salisbury neue US-Sanktionen gegen Russland in Kraft treten werden.

    „Nach Verstreichen der 15-tägigen Frist seit der Benachrichtigung des Kongresses werden die Sanktionen in Kraft treten. Die entsprechende Benachrichtigung wird voraussichtlich am 22. August im  ‚Federal Register‘ veröffentlicht werden“, hieß es.

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    Tags:
    Unternehmen, Verluste, Wirtschaft, Sanktionen, USA, Russland
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