10:08 19 Dezember 2018
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    Währung (Symbolbild)Chinesische Währung Yuan

    Türkei geht zu Verrechnungen mit Partnern in Nationalwährungen über

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    Die Türkei bereitet sich darauf vor, mit ihren größten Handelspartnern, so mit China, Russland, dem Iran und der Ukraine, zu Verrechnungen in Nationalwährungen überzugehen. Dies erklärte der Präsident des Landes, Recep Tayyip Erdogan, angesichts der Krise in den türkisch-amerikanischen Beziehungen.

    „Wir bereiten uns darauf vor, zu Verrechnungen in Nationalwährungen mit unseren größten Handelspartnern wie China, Russland, dem Iran und der Ukraine überzugehen. Wenn sich die Länder Europas von den Fesseln des Dollars befreien wollen, wird Ankara bereit sein, auch mit ihnen zu ähnlichen Verrechnungen überzugehen“, sagte Erdogan. Seine Worte werden von der Nachrichtenagentur Anadolu zitiert.

    Der US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag erklärt, dass er die Zölle auf Aluminium und Stahl aus der Türkei um das Zweifache – bis zu jeweils 20 und 50 Prozent – zu erhöhen sanktioniert hätte, was einen erneuten Sturz der türkischen Lira bis zum historischen Minimum hervorgerufen hatte. Sie sei bis zu 6,62 für einen Dollar gefallen und habe innerhalb eines Tages fast 20 Prozent ihres Wertes verloren.

    US-Vizepräsident Mike Pence (Archiv)
    © Foto : Official White House/ Myles D. Cullen
    Die Beziehungen der USA und der Türkei haben sich in der letzten Zeit zugespitzt, darunter auch wegen des Falls des US-amerikanischen Pastors Andrew Brunson, der noch im Jahr 2016 von den türkischen Behörden festgenommen wurde. In der vorigen Woche hatte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen den Chef des türkischen Justizministeriums, Abdulhamit Gül, und den Chef des Innenministeriums, Süleyman Soylu, verhängt, wobei ihnen „ernsthafte Verletzungen der Menschenrechte“ vorgeworfen wurden.

    Erdogan zufolge wird die Türkei keine solche Weltordnung akzeptieren, bei der der Welt ein Wirtschaftskrieg erklärt und den Ländern gedroht werde, Sanktionen gegen sie zu verhängen.

    „Diejenigen, die mit Ankara abzurechnen versuchen und somit einen Tiefschlag versetzen, müssen verstehen, dass es in der Welt keinen einzigen Politiker und kein einziges Land gibt, die Erfolg erreicht hätten, indem sie eine feindliche Politik gegenüber Ankara betrieben haben. Jeder, der die Ursache von Leiden des türkischen Volkes geworden ist, wird früher oder später dafür die Verantwortung tragen müssen“, so Erdogan.

    Die Türkei habe sich ambitiöse Ziele gesetzt und schreite sicher voran, um sie zu erreichen, sie sei beständig gegen jegliche Erschütterungen und Bedrohungen, betonte der Präsident.

    „Nichts wird die Türkei zwingen, auf ihre Ziele in der Wirtschaft zu verzichten, den Kampf gegen den Terrorismus aufzugeben. Ich verkünde dies ganz offen. Die Türkei wird ihre Politik in Bezug auf Syrien und den Irak nicht ändern“, so Erdogan.

    Zuvor hatte Erdogan erklärt, dass die einseitigen Handlungen von Washington gegenüber Ankara eingestellt werden müssen, anderenfalls werde diese Tendenz die Türkei dazu zwingen, nach neuen Verbündeten für sich zu suchen.

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    Tags:
    Verbündete, Nationalwährungen, Handelspartner, Verrechnungen, Justiz- und Innenministerium der Türkei, Agentur Anadolu, Süleyman Soylu, Abdulhamit Gül, Andrew Brunson, Recep Tayyip Erdogan, Irak, Syrien, Europa, Iran, Ukraine, Russland, China, USA, Türkei