18:47 16 Dezember 2018
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    Angereichertes Uran

    Iran schickt Uran zurück nach Russland

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    Politik
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    In der nächsten Zukunft wird eine zweite Partie angereichertes Uran aus Russland geliefert werden, teilte der offizielle Vertreter der iranischen Atomenergieorganisation, Behrouz Kamalvandi, am Samstag mit.

    Die iranische Seite  habe nach der Unterzeichnung des Atom-Abkommens den Betrieb von 20-Prozent-Kernbrennstoff eingestellt und seine Überschüsse (etwa zehn Partien)  zur Aufbewahrung nach Russland geschickt, so Kamalvandi. Bemerkenswert sei, dass  Teheran die erste Partei bereits vor sieben Monaten erhalten habe.

    „Jede dieser Lieferungen kann während des ganzen Jahres genutzt werden, sodass wir 20-Prozent-Treibstoff für den Forschungskernreaktor von Teheran für mindestens sieben oder acht Jahren haben “, zitiert  die Nachrichtenagentur Fars News Kamalvandi.

    Er habe ebenso betont, dass der Iran eingewilligt habe, die Produktion von angereichertem Uran nur in jenem Fall zu stoppen,  wenn Kernbrennstoff für das Land aus dem Ausland geliefert werde.

    „Wenn der Atom-Deal gültig bleibt, sollten die anderen Seiten uns Treibstoff verkaufen. Sollte das Abkommen gebrochen werden, haben wir keine Hindernisse mehr für die Eigenproduktion von auf 20 Prozent angereichertem Kraftstoff“, schloss Kamalvandi.

    Die 5+1-Staaten (UN-Vetostaaten und Deutschland) und der Iran hatten 2015 ein historisches Abkommen über die Beilegung des jahrelangen Problems des iranischen Atomprogramms erzielt. Die Parteien hatten den Gemeinsamen umfassenden Aktionsplans (JCPOA) beschlossen, dessen Erfüllung die wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen des UN-Sicherheitsrates, der USA und der EU gegen den Iran aufheben sollte.

    Anfang Mai kündigte US-Präsident Donald Trump den Ausstieg aus dem Atom-Deal mit dem Iran an und erklärte, die USA würden alle Sanktionen wieder in Kraft setzen, die infolge des Abkommens aufgehoben werden seien.

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    Tags:
    Atom-Deal, Produktion, Lieferungen, Uran, Kernbrennstoff, Iran