09:12 16 November 2018
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    Sahra Wagenknecht (Archiv)

    USA „haben Angst“ vor Deutschlands Zusammenarbeit mit Russland – Wagenknecht

    CC BY 2.0 / DIE LINKE / Sahra Wagenknecht - Rede auf dem Bundesparteitag DIE LINKE
    Politik
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    Die Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht hat in einem Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen“ die Position der USA gegenüber den deutsch-russischen Beziehungen kommentiert.

    Die USA stellen das Bündnis mit Deutschland in Frage, meint die Politikerin. „Sie verfolgen seit Jahren ihre eigenen Interessen, seit (dem US-Präsidenten Donald – Anm. d. Red.) Trump in aggressiver Weise“, zitiert die Zeitung die Fraktionsvorsitzende.

    >>> Mehr zum Thema: Neue US-Sanktionen gegen Russland wecken Fragen – Premier Niedersachsens

    Wagenknecht zufolge widersprechen die Interessen der USA den europäischen „in elementaren Fragen“, nicht nur im Wirtschaftsbereich.

    „Die Vereinigten Staaten haben mit ihren Rohstoffkriegen den Nahen Osten destabilisiert und setzen das jetzt im Iran fort. Die Konsequenzen treffen vor allem Europa. Wir sollten uns nicht einer Politik unterordnen, die unseren Interessen widerspricht.“

    Ein „stabiler Naher Osten“ läge im Interesse Europas, ebenso eine „gute Zusammenarbeit mit Russland“. „Die Vereinigten Staaten hatten immer Angst davor, dass russische Rohstoffe und deutsche Technologie zusammenkommen, aus gutem Grund.“

    >>> Mehr zum Thema: US-Sanktionsspiel gegen den Iran und Russland lässt EU keine Alternative — Experte

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen hatten sich wegen der Situation in der Ukraine angespannt, wo es Anfang 2014 zu einem Staatsstreich gekommen war – und wegen der Wiedervereinigung Russlands mit der Krim nach einem entsprechenden Referendum auf der Halbinsel, die bis dahin Teil der Ukraine gewesen war.

    Der Westen warf Moskau Einmischung in innenpolitische Angelegenheiten der Ukraine vor und verhängte Sanktionen. Moskau ergriff Gegenmaßnahmen und betonte, dass es kontraproduktiv sei, mit ihm in der Sprache von Sanktionen zu sprechen. Zudem verwies Russland immer wieder darauf, dass es weder zu den Seiten des innenpolitischen Konflikts in der Ukraine gehöre noch Subjekt der Minsker Vereinbarungen zur Konfliktregelung im Donbass sei, und dass die Krim-Frage als gelöst zu betrachten sei.

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    Russland-Sanktionen, deutsch-amerikanische Beziehungen, deutsch-russische Beziehungen, US-Sanktionen, Bündnis, Auseinandersetzungen, Internationale Beziehungen, Kooperation, Politik, Krieg, Zusammenarbeit, Die LINKE-Partei, Donald Trump, Sahra Wagenknecht, Russische Föderation, Nahost, Naher Osten, Nahosten, Iran, Deutschland, USA, Russland