19:37 18 Oktober 2018
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    „Antirussische Hysterie“ schadet US-Interessen – Amerikanischer Journalist

    © AP Photo / Andrew Harnik
    Politik
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    Die „antirussische Hysterie“ ist zur Grundlage der US-Politik gegenüber Russland geworden und verletzt erheblich die nationalen Interessen der Vereinigten Staaten, meint der Fox News-Kolumnist John Dale Grover.

    Laut Grover laufen zurzeit in den USA die Angst und der Hass für alles, was mit Russland verbunden ist, auf Hochtouren. Die Furcht vor der angeblichen „russischen Einmischung“ in die Präsidentschaftswahlen 2016 habe bereits zu Erklärungen über die Notwendigkeit eines zweiten Kalten Krieges geführt, um den russischen Präsidenten Wladimir Putin aus seinem Amt zu verdrängen.

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    Eine der Folgen dieser „Hysterie“ sei die Verhängung neuer Sanktionen gegen Russland für den vermeintlichen C-Waffen-Einsatz in Salisbury. Unter anderem würden diese Sanktionen „zuverlässige Sicherungen“ seitens Moskaus und internationale Überprüfungen fordern, um den Verzicht Russlands auf die Verwendung chemischer und biologischer Waffen zu bestätigen.

    „Wenn Russland sich weigert, diese Zusicherungen zu geben und Inspektionen zuzulassen, wird nahezu der gesamte Handel der USA mit Russland unterbrochen … Solche drastische Maßnahmen werden die US-russischen Beziehungen sicherlich verschlechtern und die Vermeidung von Eskalationsspiralen und Kriegsschrecken, wie sie während des ersten Kalten Krieges beobachtet wurden, erschweren“, schreibt Grover.

    Zudem würden sie die Zusammenarbeit in der Iran-Frage und bei der Rüstungskontrolle beeinträchtigen.

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    Dies entspreche nicht den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten, betont Grover. Zwar bleibe Russland eine Atommacht, und Putin ein geopolitischer Rivale von Donald Trump. Jedoch sei dies keine Bedrohung für die nationale Sicherheit, die um jeden Preis zerstört werden müsste.

    Der Kolumnist ruft die USA dazu auf, sich gegenüber Russland vernünftig zu verhalten und nicht dem Wunsch nachzugeben, Moskau so viel Schaden wie möglich zuzufügen.

    „Sanktionen werden eher als Drohung zur Abschreckung von Handlungen genutzt, und nicht als Strafe …, die nur verhängt wird, nachdem ein anderes Land etwas getan hat, was Amerika nicht mag“, erklärt Grover.

    Darüber hinaus müssen die USA die endlose Expansion der Nato stoppen und Russland nicht von allen Seiten umringen.

    Es sei auch wichtig, sowohl US-amerikanische als auch russische Schlüsselinteressen im Bereich Sicherheit und Souveränität anzuerkennen, da dies helfe, den Machtausgleich in der Welt zu erhalten, fügt Grover hinzu.

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    In den bilateralen Beziehungen sei nicht alles verloren, glaubt Grover. Wenn der US-Präsident und der Kongress zusammenarbeiten könnten, würde sich die „antirussische Hysterie“ lindern, und die internationalen Beziehungen könnten sich normalisieren, resümiert der Kolumnist.

     

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    Tags:
    antirussische Politik, Hysterie, Versöhnung, Gespräch, Beziehungen, Einmischung, Fox News, Wladimir Putin, Donald Trump, John Dale Grover, Russland, USA