03:40 07 Dezember 2019
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    Ein Bär mit BalalaikaEin Eisenbahntunnel in der Ukraine

    „Nur Bären kommen bald nach Moskau“: Ukrainischer Minister droht Russland

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    Der ukrainische Minister für Infrastruktur Wladimir Omeljan hat mit einer radikalen Lösung gedroht, die den Eisenbahnverkehr zwischen Russland und der Ukraine einstellen soll.

    „Wir arbeiten. Heute habe ich ein historisches Dokument unterzeichnet. Nur Bären werden nach Moskau kommen, wie in guten alten Zeiten", schrieb Omeljan. Er gab keine weiteren Details zum Thema an.

    Viele russischsprachige Internetnutzer versetzte diese Drohung ins Staunen. Denn viele von ihnen konnten nicht fassen, welche geschichtliche Zeitperiode der ukrainische Minister unter den „alten guten Zeiten" gemeint hatte.

    Zuvor hatte Omeljan geäußert, die ukrainischen Behörden würden die Option behandeln, den Eisenbahnverkehr mit Russland einzustellen. Diese Maßnahme könnte sich negativ auf die Lage der Arbeitsmigranten aus der Ukraine auswirken, sagte der Chef des Ukrainischen Instituts für politische Analyse und politisches Management, Ruslan Bortnik, in diesem Zusammenhang.

    Fast alle Züge, die die Ukraine und Russland verbinden, gehören zurzeit den Eisenbahnbetreibern der Ukraine sowie den anderen GUS-Ländern.

    Im russisch-ukrainischen Eisenbahnverkehr gibt es heutzutage keine direkten Züge von russischen Eisenbahnbetreibern. Im Jahr 2014 hatte die Tochtergesellschaft des russischen Bahnbetreibers RZD, das für den Fernverkehr verantwortliche Unternehmen FPK, die Anzahl von solchen Zügen auf den ukrainischen Routen angesichts des sinkenden Fahrgaststroms allmählich reduzieren müssen. Ende 2014 wurden die russischen Züge in die Ukraine völlig aufgehoben. Der einzige Zug aus Russland, der über das ukrainische Gebiet fährt, ist der Transitzug Moskau-Kischinau.

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    Tags:
    Einstellung, Verkehr, Eisenbahn, Russische Staatsbahn RZD, RZD-Bahnkonzern, Ukraine, Russland