04:48 25 September 2018
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    Ukrainischer Abgeordneter vergleicht sein Land mit Selbstmordattentäter

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    Die Idee, den Eisenbahnverkehr zwischen Russland und der Ukraine einzustellen, erinnert an Methoden eines Selbstmordattentäters. Diese Meinung äußerte der Abgeordnete der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament), Dmitri Linko, in einem Live-Interview mit dem TV-Sender Newsone.

    „Im Krieg gibt es den Begriff Selbstmordattentäter – man kann sich in die Luft sprengen, den Feind schlecht machen, ihn verletzen. Du wirst aber letzten Endes sterben. Mit diesen Selbstmordattentäter-Mitteln kann man nicht kämpfen“, zitiert der TV-Sender den Abgeordneten.

    Laut Linko würde Moskau im Unterschied zu Kiew nach der Einstellung des Zugverkehrs wohl kaum Missbehagen verspüren.

    „Man kann propagieren, dass die Leute nicht nach Moskau fahren. Man kann dies aber nicht mit gewalttätigen Mitteln tun“, so Linko.

    Zuvor hatte der ukrainische Minister für Infrastruktur, Wladimir Omeljan, geäußert, Kiew würde die Option behandeln, die Eisenbahnverbindung mit Russland einzustellen.

    Im russisch-ukrainischen Eisenbahnverkehr gibt es zurzeit keine direkten Züge von russischen Eisenbahnbetreibern. Im Jahr 2014 hatte die Tochtergesellschaft des russischen Bahnbetreibers RZD, das für den Fernverkehr verantwortliche Unternehmen FPK, die Anzahl dieser Züge auf ukrainischen Routen angesichts des sinkenden Fahrgaststroms allmählich reduzieren müssen. Ende 2014 wurden russische Zugfahrten in die Ukraine völlig aufgehoben. Der einzige Zug aus Russland, der über das ukrainische Gebiet fährt, ist der Transitzug Moskau-Kischinau.

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    Tags:
    Zugverkehr, Einstellung, ukrainischer TV-Sender "NewsOne", Russische Staatsbahn RZD, Dmitri Linko, Wladimir Omeljan, Russland, Ukraine