20:09 18 September 2020
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    Der Auftritt des Kosaken-Chors, den der russische Präsident Wladimir Putin zur heutigen Hochzeit der österreichischen Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) nach Graz mitgebracht hat, schlägt mindestens 23.000 Euro zu Buche. Bei der Summe geht es nur um die Reise- und Unterbringungskosten. Ob die 17 Artisten auch Honorare bekommen werden, ist unklar.

    Laut dem Reisevertrag, der auf dem Regierungsportal für staatliche Anschaffungen veröffentlicht ist, sind 17 singende Don-Kosaken bereits am Freitag in Wien eingetroffen. Die Vertragssumme beträgt 1,81 Millionen Rubel (umgerechnet  23.600 Euro). Der Veranstalter der Reise ist die in Krasnodar ansässige Firma Trans-Tour.

    Die Mehrheit der Choristen reiste über Istanbul. Mitgeflogen sind drei Ziehharmonikas und eine Baßgeige. Die Artisten sind im Hotel LOISIUM Wine& Spa resort Sudsteiermark untergebracht.

    Kneissl (53) hatte Putin (65) zu ihrer Hochzeit privat eingeladen. Dennoch soll es am Rande der Feier ein „Arbeitsgespräch" geben. Die österreichische Presse bezeichnet den Auftritt des Kosaken-Chors vor Kneissl und ihren Gästen als Putins Hochzeitsgeschenk. Von russischer offizieller Seite gibt es dazu bislang keinen Kommentar.

    Der künstlerische Leiter und Dirigent des Chors, Viktor Sachartschenko, sagte dem Radiosender „Goworit Moskwa“,  der Chor habe sich noch nicht festgelegt, was genau gesungen wird. Darüber wolle man unmittelbar vor Ort entscheiden.

    „Wir wollen Gutes mitbringen (…). Unsere Aufgabe ist es, nicht zu unterhalten, sondern diese Feier geistlich zu bereichern – durch Volkslieder und Musik.“

    Putins Visite wird nur wenige Stunden dauern: Schon um 17.00 Uhr MESZ wird er in Berlin erwartet, um sich zu Gesprächen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel in Brandenburg zu treffen.

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    Tags:
    Kosaken, Karin Kneissl, Wladimir Putin, Graz, Österreich, Russland