19:13 20 November 2018
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    Kosaken bei Euromaidan in Kiew (Archivbild)Wladimir Putin bei der Hochzeit von Karin Kneissl

    Nach Putin-Besuch bei Kneissl-Hochzeit: „Rache“ an Wien in Ukraine gefordert

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    Der ehemalige Chefredakteur der Zeitschrift „Forbes Ukraina“, Maxim Kuchar, ist dafür, dass die nicht existierende „österreichisch-ukrainische Grenze“ verletzt werde - als Antwort auf die Einladung des russischen Staatschefs Wladimir Putin zur Hochzeit der österreichischen Außenministerin Karin Kneissl.

    Auf seiner Facebook-Seite schrieb Kuchar, die Ukraine müsse „dringend  Sanktionen“ gegen Österreich verhängen. Denn die Einladung des Präsidenten eines „Aggressor-Landes“ zur Hochzeit sei ein Zeichen der Freundschaft und der Billigung.

    Kuchar schlägt unter anderem vor, Kontrollen in Bezug auf alle österreichischen Unternehmen vorzunehmen, die in der Ukraine tätig sind, die österreichischen Unternehmen und die mit ihnen verbundenen Firmen aus allen Auktionen und Ausschreibungen „hinauszuwerfen“, Autos österreichischer Bürger „drei Mal am Tage“ zu stoppen und „auf Diebstahl zu überprüfen“, die Verträge über Rohstofflieferungen mit österreichischen bzw. mit den mit ihnen verbundenen Unternehmen aufzukündigen sowie Militärübungen in Transkarpatien „nach dem Szenario einer Fernunternehmung und einer Erstürmung der Hauptstadt Österreichs“ durchzuführen und „zufällig“ die Luftgrenzen Österreichs mit Kampfflugzeugen zu verletzen.

    Laut Kuchar hat sich Österreich durch die Einladung Putins zur Hochzeit der Außenministerin „außerhalb des Nato-Rahmens“ gesetzt (Österreich ist aber gar kein Mitglied der Nordatlantischen Allianz – Anm. d. Red.).

    Nach Meinung des ukrainischen Journalisten wäre es angebracht, „fünf, ja lieber zehn Eimer Blut“ für die Hochzeit der österreichischen Außenamtschefin an die Botschaft Österreichs in Kiew zu übergeben.

    In einem Kommentar zum Vorschlag Kuchars, die Luftgrenzen Österreichs „zufällig“ zu verletzten, schrieb der Politologe Wladimir Kornilow: „(…) Dieses Genie der strategischen Sichtweise hat wohl einmal mitbekommen, dass Lwiw einst Teil von Österreich-Ungarn war, und glaubt nun, dass zwischen der Ukraine und Österreich, irgendwo in Transkarpatien,  die ukrainisch-österreichische Grenze versteckt ist, die die tapferen Piloten aus Lwiw regelmäßig mit besonderem Zynismus verletzen könnten.“

    Die Ukraine und Österreich grenzen an die Slowakei und Ungarn, haben aber keine gemeinsame Grenze.

    Wie der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin zuvor gestand, habe ihn die Reise Putins zur Hochzeit der österreichischen Außenministerin betrübt.

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