05:28 25 September 2018
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    Bashing ohne Ende: Mehrheit der Russen glaubt an „Verschwörung“ gegen ihr Land

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    Politik
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    Das Russland-Bashing im Westen, das spätestens seit der jüngsten Ukraine-Krise vor vier Jahren einen neuen Aufschwung erlebt, scheint auch in Russland seine Wirkung zu haben. Die Mehrheit der Russen glaubt mittlerweile an eine „Verschwörung“ gegen ihr Land.

    Das renommierte Meinungsforschungsinstitut Wziom hat am 29. und 30. Mai dieses Jahres 2000 Menschen über 18 Jahre befragt. Zwei Drittel von ihnen glauben an die Existenz einer „Gruppe“, die danach strebt, die Geschichte des Landes neuzuschreiben und historische Fakten zu verdrehen, um Russland zu diffamieren.

    Insbesondere die ältere Generation glaubt an eine Verschwörung gegen das Land: Unter den Russen ab 45 Jahre alt liegt der Anteil bei 72 Prozent.

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    Nur ein Viertel der Befragten (26 Prozent) sind der gegenteiligen Meinung. Skeptiker gibt es vor allem unter den jungen Leuten zwischen 18 und 24 Jahren (47 Prozent) und unter Menschen ohne akademische Bildung (42 Prozent). Diese räumen ein, dass Forscher einzelne historische Ereignisse neubewerten würden, sehen darin aber keine Verschwörung, sondern lediglich den Wunsch, die Wahrheit zu entdecken.

    Fast 63 Prozent der Russen glauben sogar, dass es eine „Organisation“ gibt, die die geistigen Werte der Russen durch gezielte Popularisierung („Propaganda“) von Homo-Sex zerstören will.

    Knapp 24 Prozent sehen keine Hinweise auf eine Propaganda von gleichgeschlechtlichem sexuellem Verhalten in Russland. Vor allem Jugendliche zwischen 18 und 24 Jahren glauben, dass diejenigen, die sich für Schwulenrechte einsetzen, keine „zerstörerischen Ziele“ verfolgen würden.

    Russland hat schon 2013 jede Popularisierung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen unter den Kindern per Gesetz verboten. Westliche Medien berichteten daraufhin, Russland verbiete die Homosexualität. Schließlich musste Präsident Wladimir Putin diese Gerüchte persönlich zurückweisen.

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    Westen, Russland