17:40 18 September 2018
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    Soldaten des russischen Versöhnungszentrums in Syrien (Archiv)

    Russland in Syrien „festgefahren“? Kreml reagiert auf Erklärung von Trumps Berater

    © Sputnik / Dmitri Winogradow
    Politik
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    Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat die Erklärung des Sicherheitsberaters von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, über den Einsatz Russlands in Syrien kommentiert.

    Bolton hatte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters erklärt, Russland sei in Syrien festgefahren und auf der Suche, wer noch den Wiederaufbau des Landes nach dem Krieg finanzieren könnte. Das gebe Washington Vorteile bei den Verhandlungen mit Moskau.

    „Wir sind mit dieser Behauptung nicht einverstanden. Russland spielt tatsächlich eine sehr aktive Rolle bei der Rettung Syriens vor dem internationalen Terrorismus – vor dem IS* und vor anderen Terrorgruppierungen – sowie bei der Förderung Syriens in Richtung einer politisch-diplomatischen Beilegung. In der Tat ist Russlands Rolle dabei sehr wichtig. Russland trägt aktiv zur Rückkehr von Flüchtlingen nach Syrien und zum Beginn vom Wiederaufbau des Landes bei. Es ist inkorrekt zu behaupten, dass Russland irgendwo festgefahren ist“, so Peskow.

    Laut ihm ist es besonders seltsam, solche Erklärungen seitens der USA zu vernehmen. Denn auch US-Militärs seien in Syrien stationiert.

    Das russische Verteidigungsministerium hat vor kurzem die Zahlen von Flüchtlingen präzisiert, die seit dem Beginn des russischen Militäreinsatzes in Syrien in ihre Heimatorte zurückgekehrt sind. 

    „Seit dem Beginn der Militäroperation in Syrien sind mehr als 1,5 Millionen Flüchtlinge in ihre Häuser zurückgekehrt“, geht aus dem Video auf dem offiziellen YouTube-Kanal des Ministeriums hervor.

    Darüber hinaus hätten sich über 2500 Ortschaften mit der Gesamtbevölkerung von 11,4 Millionen Menschen dem Versöhnungsprozess angeschlossen, heißt es im Video.

     

    *Eine in Russland verbotene Terrorgruppierung

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    Tags:
    Flüchtlinge, Versöhnungsprozess, Militäreinsatz, Wiederaufbau, Terrorismus, Russisches Verteidigungsministerium, Kreml, Youtube, IS, John Bolton, Donald Trump, Dmitri Peskow, Syrien, USA, Russland