13:16 03 Juli 2020
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    VIDEO: Russlands Schuld wieder erwiesen – ZDF mit neuer Gruselstory zur US-Wahl 2016

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    Das ZDF hat sich erneut ausgetobt, um eine angebliche russische Einmischung in die letzten US-Präsidentschaftswahlen zu beweisen. Leider sind diese „Beweise“ erneut nichts weiter als Verdächtigungen, Unterstellungen und persönliche Meinungen. Die Dokumentation „Trump und Putin Verschwörung gegen Amerika“ hat sich Andreas Peter angesehen.

    Und weitere 45 Minuten verschwendete Lebenszeit. Die ewig gleichen Beschuldigungen und Denunzierungen, ohne echte Beweise.

    Die Verteidiger des Rechtsstaates erheben neuerdings Verdächtigungen zu Beweisen. Und Journalisten wie die Autoren plappern das bedenkenlos nach, indem sie aus "die Ermittler sind sich sicher" das Urteil "fest steht" zaubern.  

    Nur zwei halbwegs satisfaktionsfähige Protagonisten kommen zu Wort, James Comey, ehemaliger FBI-Direktor und Rolf Mowatt-Larssen, früherer CIA-Resident in Moskau. Aber auch sie denunzieren nur und verwechseln persönliche Überzeugungen mit Beweisen.

    Die Doku präsentiert eine perfide Strategie. Nicht die vom US-Milliardär Robert Mercer finanzierte Firma Cambridge Analytica hat die US-Wahlen manipuliert, obwohl das, im Gegensatz zur angeblichen Einmischung Russlands, bewiesen ist, sondern eine Allianz aus russischen Geheimdiensten, Trump-Wahlkampfteam und Wikileaks. Mit Hilfe dubioser „Experten“ werden die Russen und Wikileaks auch zu Schuldigen für das schäbige Ausbooten von Bernie Sanders in der Demokratischen Partei gemacht.

    >>Andere Sputnik-Artikel: Erneut Einmischungsvorwürfe gegen Russland – Floridas Behörden fordern Beweise

    Sprachlos macht die These, die als „grab the pussy“ bekannt gewordenen sexistischen Attacken von Donald Trump seien eine russische Ablenkung vor Beweisen für russische Kontakte Trumps. 

    Für solchen Unfug stehen zwei Namen in dieser Doku.

    Erstens: Clinton Watts, der von Verschwörungstheoretikern im Westen als DER Experte für russische Einmischung gefeiert wird. Watts spricht weder Russisch noch war er jemals dort. Er kann auch keine wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu Russland vorweisen. Dafür ist er der Erste beim Fingerzeigen auf Russland. Das könnte daran liegen, dass er ein Ziehkind von fanatischen Kalten Kriegern ist. Watts firmiert gern als Ex-Special-Agent des FBI, aber vor allem hat er für die ominöse, rechtsextreme Denkfabrik FPRI – Foreign Policy Research Institute gearbeitet. Die ist von obskuren österreichischen Emigranten wie Robert Strausz-Hupé oder Stefan Possony gegründet worden, mit finanzieller Unterstützung, wie könnte es anders sein, durch die CIA. 

    >>Andere Sputnik-Artikel: US-Senator: Keine Nachweise für Trump-Russland-Komplott

    Das FPRI huldigt „gewinnbaren Nuklearkriegen“. In einem Vortrag meinte Watts, die USA sollten islamistische Terrorgruppen in Syrien unterstützen, um die Russen zu bestrafen. Als das bekannt wird, beschuldigt er russische Bots der Urheberschaft.  

    Der Autor des Online-Portals „Alternet“, Max Blumenthal, ein Sohn eines engen Vertrauten von Hillary Clinton, beschrieb Watts so:

    “Er ist genauso sehr ein Experte russischer Angelegenheiten wie Harvey Weinstein eine glaubwürdige Stimme des Feminismus ist.”

    Der andere Kronzeuge heißt John Schindler und war Professor am Naval War College in Newport sowie NSA-Mitarbeiter. Ob er dort mit Edward Snowden zusammengearbeitet hat, wissen wir nicht. Aber Schindler ist einer der aggressivsten Kritiker von Snowden, der enthüllt hat, mit welchen flächendeckenden Methoden die NSA Millionen Menschen überwacht, ausspioniert und das Internet und die öffentliche Meinung manipuliert. Überhaupt scheint Schindler Whistleblower zu verabscheuen. In gehässigen Kommentaren machte er sich über die offen als Transsexuelle lebende Chelsea Manning und den offen schwul lebenden Enthüllungsjournalisten Glenn Greenwald lustig. 

    Aber so sind sie, die besonders unabhängigen Experten. Doppelmoralisten. Im Austeilen die Größten, im Einstecken weinerliche Memmen.

    2014 wurde John Schindler überführt, einer Frau im Internet mindestens ein Foto seines Penis mit anzüglichen Bemerkungen geschickt zu haben. Zum Verzicht auf seine Professur musste er mehr oder weniger gezwungen werden, nachdem er zunächst noch den Ahnungslosen und Unschuldigen spielte. Davon in der ZDF Doku kein Wort. Dabei hätte man das doch auch bequem den Russen in die Schuhe schieben können. Die Briten haben im Fall Skripal doch vorgemacht, wie das geht, liebe Kollegen beim ZDF.

    Das üben wir aber noch mal.

    Zum Thema:

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    Tags:
    Whistleblower, Einmischung, ZDF, FBI, CIA, Julian Assange, James Comey, USA, Russland
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