03:13 20 September 2018
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    Kirill Wyschinski im Gerichtssaal

    Fall Wyschinski: Journalistenverband EJF fordert Freilassung des Journalisten

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    Politik
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    Die Europäische Journalisten-Föderation und die gesamte Weltgemeinschaft verurteilen Kiew für die Verhaftung des Chefredakteurs des Nachrichtenportals RIA Novosti Ukraina, Kirill Wyschinski. Dies sagte der Generalsekretär der Föderation, Ricardo Gutierrez, gegenüber Sputnik.

    Gutierrez erinnerte daran, dass die EJF unmittelbar nach der Verhaftung des Journalisten die Verletzung der Pressefreiheit offiziell verurteilt habe, indem sie auf einer Plattform des Europarates ein Kommunique veröffentlichte. Als Reaktion darauf versuchten die ukrainischen Behörden, die Verhaftung zu rechtfertigen. Laut Gutierrez sind die Argumente von Kiew für die Föderation nicht völlig überzeugend.

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    „Sie führen eine Reihe von Tatsachen an, die nur Teil des Berufs des Journalisten Wyschinski und seiner Kollegen sind. Man wirft ihnen vor, über ein Referendum auf der Krim geschrieben zu haben. Aber das ist die Arbeit jedes Journalisten, der sich selbst respektiert. Die Antwort zeigt, dass die Tätigkeit von Wyschinsky den ukrainischen Behörden nicht passte, und deshalb haben sie versucht, ihn des Hochverrats verantwortlich zu machen, und ihn verhaftet“, sagte Gutierrez.

    Die EJF bekenne sich weiter zu ihrer Stellungnahme und fordere die Freilassung des Journalisten, betonte der Generalsekretär.

    „Für uns ist dieser Fall die heutige Agenda, ein offiziell registrierter Fall der Verletzung der Journalistenrechte. Bis die Situation gelöst ist, wird der Verletzer von der gesamten Weltgemeinschaft verurteilt“, so Gutierrez.

    Er fügte hinzu, dem Kommunique der Föderation hätten sich andere prominente Organisationen angeschlossen, und zwar das Komitee zum Schutz von Journalisten sowie Reporter ohne Grenzen.

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    Der ukrainische Geheimdienst SBU hatte am 15. Mai Kirill Wyschinski vor seiner Wohnung in Kiew festgenommen und noch in der Nacht nach Cherson gebracht. Dem Journalisten werden Landesverrat und Unterstützung für die selbsterklärten Republiken der Donbass-Region zur Last gelegt. Bei einer Verurteilung drohen Wyschinski bis zu 15 Jahre Haft. Am Freitag, dem 24. August, wird Kirill Wyschinski bereits 100 Tage in Haft verbracht haben.

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    Tags:
    Freilassung, Verhaftung, Forderung, Journalist, Pressefreiheit, Europäische Journalisten-Föderation, RIA Novosti Ukraina, Ricardo Gutierrez, Kirill Wyschinski, Ukraine