15:39 16 Dezember 2018
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    IS-Kämpfer (Archivbild)

    Russischer UN-Botschafter enthüllt Schirmherrn der Waffenlieferungen an IS

    © REUTERS / Stringer
    Politik
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    Die Terrormiliz „Islamischer Staat“* in Syrien erhält Waffen aus halbamtlichen Strukturen, die sogar mit Geheimdiensten einzelner Länder verbunden sind. Dies verlautbarte der russische Uno-Botschafter Wassili Nebensja.

    „Die Beweise für die Waffenlieferungen (an den IS – Anm. d. Red.) von außen, auch von halb-legalen Strukturen oder sogar unter der Schirmherrschaft der Geheimdienste einzelner Länder, erhärten sich weiterhin“, so der Botschafter am Donnerstag.

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    Der Diplomat äußerte die Hoffnung, dass dieses Problem auf der internationalen Konferenz zur Bekämpfung von illegalen Waffenlieferungen im Zusammenhang mit dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus diskutiert würde. Die Veranstaltung soll am 3. und 4. September in Moskau abgehalten werden.

    „Es ist durchaus möglich, dass die Häufigkeit von Terroranschlägen, hauptsächlich in Richtung Idlib, zunehmen wird“, warnte Nebensja.

    Er unterstrich, dass IS-Anhänger „Amok laufen“, indem sie Minderjährige und sogar Kinder unter zwölf Jahren in den Terrorismus miteinbeziehen würden.

    Er erinnerte, mit der Unterstützung der russischen Streitkräfte (in Syrien – Anm. d. Red.) seien mehr als 1400 Siedlungen von Terroristen befreit worden sowie über 96 Prozent der Gebiete unter der Kontrolle von Regierungstruppen und Volksmilizen.

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    „Infolge konnten bereits mehr als 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren“, so der Diplomat weiter.

    Nebensja gab auch dem Bedenken Raum, dass die Terrorgruppe Al-Qaida in Syrien den Platz des „Islamischen Staates“ übernehmen könnte. Seiner Ansicht nach ermöglichte der Rückgang der Tätigkeit des IS eine Steigerung der Präsenz der Al-Qaida im Land.

    Die Miliz pflege Beziehungen zu Zweigstellen in Nordafrika und versuche, das lokale Kriminalbusiness zu kontrollieren, so Nebensja.

    Al-Qaida, deren Finanzierung zwischen 20 und 40 Millionen Dollar pro Monat betrage, investiere zudem in die Agrarindustrieholdings afrikanischer Länder.

    „Die Bedrohung des IS, der Al-Qaida und mit ihnen verbundener Gruppierungen kann nur auf einer richtigen kollektiven Basis beseitigt werden“, erklärte Nebensja.

    * Islamischer Staat, auch IS, eine in Russland verbotene Terrorvereinigung.

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    Tags:
    Unterstützung, Geheimdienste, Terrorbekämpfung, Waffenlieferungen, Islamischer Staat, Uno, Al-Qaida, Wassili Nebensja, Nordafrika, Syrien, Russland