05:50 17 Dezember 2018
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    US-Raketenschlag in Damaskus

    USA bereiten Angriff gegen Syrien vor – Bloomberg

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    Politik
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    Der Sicherheitsberater von US-Präsident Trump, John Bolton, hat beim jüngsten Treffen mit dem Sekretär des Sicherheitsrates Russlands, Nikolai Patruschew, erklärt, dass Washington bereit sei, einen neuen, stärkeren Angriff gegen die syrischen Regierungskräfte zu führen, falls Damaskus Chemiewaffen einsetzt. Darüber berichtet Bloomberg.

    Die Agentur beruft sich auf vier, mit der Situation vertraute Quellen. Demnach machte Bolton diese Erklärung am Donnerstag bei einem Treffen mit Nikolai Patruschew in Genf.

    Laut den Quellen von Bloomberg behaupten die amerikanischen Behörden, dass sie Informationen über einen möglichen Einsatz von C-Waffen durch die syrische Armee bei der Befreiung der Territorien, die von Terroristen kontrolliert werden, besitzen. Die USA seien bereit, darauf „mit noch stärkeren Militärhandlungen“ als zuvor zu antworten.

    Bloomberg zufolge bereitet sich die syrische Armee auf die Eroberung eines Bezirks im Norden der Provinz Idlib vor, in dem sich überwiegend Dschihadisten von al-Qaida und andere Gruppen aufhalten. Dort sollen sich Zehntausende Kämpfer befinden, viele davon seien im Rahmen der Waffenruhevereinbarung evakuiert worden.

    Wie die Agentur ferner berichtet, waren zwei frühere US-Attacken gegen Syrien „größtenteils symbolisch“ gewesen. Der erste Angriff wurde demnach gegen einen syrischen Stützpunkt verübt; während des zweiten Angriffs wurde US-Präsident Donald Trump dazu überredet, sich auf wenige Ziele zu beschränken. Beim nächsten Mal werde man Trump nicht abraten, so Bloomberg.

    Provokation in syrischem Duma

    In der Nacht auf den 14. April hatten die USA, Großbritannien und Frankreich Raketenangriffe auf syrische Regierungsobjekte unternommen, die angeblich für die Herstellung von C-Waffen genutzt werden. Von 02:42 Uhr bis 04:10 Uhr MESZ hatten die drei Staaten mehr als 100 Marschflugkörper und Luft-Boden-Raketen gegen Syrien eingesetzt. Die meisten dieser Raketen wurden von den syrischen Luftabwehrkräften abgefangen.

    Der angebliche chemische Angriff konnte weder von russischen Militärexperten noch von Bewohnern der Stadt Duma bestätigt werden.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hatte diesen von der der westlichen Koalition gegen Syrien geführten Militärschlag auf das Schärfste verurteilt. Washington hätte mit seinen Handlungen faktisch die Terroristen ermuntert, betonte er.

    Die Syrische Opposition hatte am 4. April 2017 bekanntgegeben, dass eine Giftgasattacke in der Stadt  Chan Scheihun in der Provinz Idlib 80 Tote und 200 Verletzte gefordert habe. Als Schuldigen nannte sie die Regierungstruppen Syriens, die diese Anschuldigungen entschieden zurückwiesen und die Terrorkämpfer und deren Schirmherren für diese Attacke verantwortlich machten. Die syrischen Behörden erklärten, niemals Chemiewaffen gegen die eigene Zivilbevölkerung und Terroristen eingesetzt zu haben. Sie betonten, dass das gesamte Chemiewaffenarsenal des Landes unter Kontrolle der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) außer Landes geschafft worden sei.

    Ungeachtet all dessen hatten die USA mehrere Tage später einen massierten Raketenschlag gegen den syrischen Militärflugplatz Schairat geführt und dies damit gerechtfertigt, dass dort angeblich Flugzeuge mit Chemiewaffen an Bord stationiert gewesen seien. Dabei seien aber keinerlei Beweise vorgelegt worden, internationale Experten hätten diesen Flugplatz nicht besucht.

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    Tags:
    Angriff, Terroristen, C-Waffen, Bloomberg, John Bolton, Nikolai Patruschew, Syrien, USA