07:59 13 Dezember 2018
SNA Radio
    Kinder im zertörten Flüchtlingslager Jarmouk nahe Damaskus (Archivbild)

    Moskau warnt USA vor neuen unbesonnenen Schritten in Syrien

    © Sputnik / Michail Wosskressenski
    Politik
    Zum Kurzlink
    6942811

    Moskau hat laut dem russischen Vize-Außenminister Sergej Rjabkow die jüngsten öffentlichen Erklärungen des Sicherheitsberaters des US-Präsidenten, John Bolton, über Syrien vernommen, die als Drohungen und Ultimaten gewirkt hätten. Das sei wohl die einzige Sprache, die die USA jetzt sprechen, so Rjabkow.

    In einem Interview mit Sputnik am Samstag warnte er Washington und dessen Verbündete vor neuen unbesonnenen  Schritten in Syrien.

    Bolton hatte kurz vor seinem Treffen mit dem Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, in Genf erklärt, die USA „sehen die Pläne des Syrien-Regimes, die militärischen Angriffshandlungen in der Provinz Idlib wieder aufzunehmen“. Die USA würden „auf entschiedenste Weise“ antworten, „sollte das Syrien-Regime chemische Waffen anwenden“, so Bolton.

    Wie die Agentur Bloomberg später unter Berufung auf Quellen mitteilte, habe Bolton im Laufe seiner Verhandlungen mit dem Sekretär des russischen Sicherheitsrates erklärt, Washington sei bereit, gegen die syrischen Regierungskräfte einen noch stärkeren Schlag als bisher zu führen, sollten diese chemische Waffen einsetzen.

    „Wir hören unter anderem öffentliche Ultimaten aus Washington, dies wirkt sich nicht auf unsere Entschlossenheit aus, die Linie der totalen Ausmerzung der Terrorherde in Syrien und die Rückführung dieses Landes zu einem normalen Leben fortzusetzen“, so Rjabkow.

     

    Er betonte, Moskau werde die Arbeit zur Unterstützung von Damaskus, darunter im Bereich der Rückführung der Flüchtlinge an ihre ständigen Wohnorte, fortsetzen.

    „Dass die westlichen Länder nicht daran teilnehmen wollen, ist ein weiterer Beweis dafür, dass sie ganz andere Ziele haben, das heißt Syrien weiter ins Wanken bringen und dabei kein Mittel scheuen und immer neue Vorwände nutzen, um einen Regimewechsel, einen Machtwechsel ins Gespräch zu bringen. Das ist nichts Neues (…).

    Wir sind vorbereitet auf eine solche Entwicklung, wir entlarven diese Pläne. Doch die Geschichte, auch die jüngste, scheint die Amerikaner nichts gelehrt zu haben, sodass wir jetzt wieder eine ernstzunehmende Anspannung der Situation sehen können“, so Rjabkow. Er schloss ein Szenario mit grober Provokation und anschließenden Schlägen gegen Syrien nicht aus.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Russland in Syrien „festgefahren“? Kreml reagiert auf Erklärung von Trumps Berater
    USA kündigen „letzten Schlag“ in Syrien an
    Russlands Generalstab warnt USA: Bei Angriff auf Damaskus wird zurückgeschossen
    Damaskus wirft USA „offene Aggression“ vor
    Tags:
    Schritte, Rückführung, Flüchtlinge, Bloomberg, Sputnik, Sergej Rjabkow, Syrien, USA, Russland