01:54 19 September 2018
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    Angela Merkel

    Merkel in Georgien: Netz spottet über ihren Besuch an Grenze zu Südossetien

    © AFP 2018 / Ilmars Znotins
    Politik
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    Die russischen User haben via Twitter die Bundeskanzlerin Angela Merkel verhöhnt, weil sie die Militärs von Russland durch ein Fernglas beobachtet hat.

    Das Foto mit der Kanzlerin hat für Aufsehen in den sozialen Netzwerken gesorgt. Unter anderem haben sich die User gefragt, was denn Merkel durch das Fernglas gesehen haben konnte. 

    „Merkel hat sich durch das Fernglas die ˏTruppen Putinsˊ, angeschaut (hat wohl etwas Interessantes gesehen … hat den Blick nicht abwenden können …)“, merkte  @EvdokimovOE an.  

    ​„So ist das. Die Zeiten, wo man durch das Fernrohr den Mond und die Sterne bewundert hat, sind vorbei. Jetzt ist die Armee Russlands das All, sie wird angestaunt, sie wird beobachtet“, schrieb @ta_va_kom.

    ​Dabei haben einige User eine Bedrohung in den Handlungen von Merkel erblickt und sie mit Adolf Hitler verglichen. 

    „Merkel hat sich den Stützpunkt Russlands aus dem georgischen Dorf durch ein Fernglas angeschaut. Genauso hatte Hitler das Territorium des Gegners beobachtet“, betonte @annadatskaya4 in ihrem Beitrag.

    ​Außerdem haben die Netz-User darauf hingewiesen, dass es sich für Merkel nicht gelohnt habe, so viele Kräfte zu verschwenden, um sich die Basis durch ein Fernglas anzuschauen.   

    „Sie hätte einfach als Gast kommen können“, schrieb @tatyakuku.

    ​Merkel hatte Georgien im Zuge ihrer Südkaukasus-Reise besucht. Im Rahmen dieser Reise hatte sie das georgische Dorf Odzisi an der Grenze zu Südossetien besucht, und dort hatte man ihr die Möglichkeit geboten, einen russischen Stützpunkt zu beobachten, der sich nicht weit vom Ort entfernt befindet.  

    Georgien hatte die Kontrolle über Südossetien nach einem bewaffneten Konflikt von Anfang der 1990-er Jahre verloren. Seitdem hatte Zchinwal die Anerkennung seiner Unabhängigkeit angestrebt, Tiflis hatte dieses Territorium jedoch stets als sein eigenes Staatsgebiet angesehen und Südossetien lediglich einen Autonomie-Status vorgeschlagen.    

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Krieg zwischen Georgien und Südossetien wurde von der Nato provoziert – Experte

    Die Lage in der Konfliktzone hatte sich Anfang August 2008 zugespitzt. In der Nacht zum 8. August hatten die georgischen Truppen aktive Kampfhandlungen gestartet und die Republik aus Raketenwerfern „Grad“ beschossen und ihre Hauptstadt Zchinwal teilweise zerstört.

    Russland hatte zum Schutz der Bürger Südossetiens, von denen viele die russische Staatsangehörigkeit erworben hatten, und ebenso zum Schutz seiner dort stationierten Friedenstruppen seine Truppen einmarschieren lassen, um die georgischen Militärs zurückzudrängen und zum Frieden zu nötigen.  Am 26. August hatte Russland dann die Souveränität von Südossetien anerkannt. 

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Neue russische Waffen in Sicht: Raketenpakete und Panzerbrecher mit Dreifachwirkung

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    Tags:
    Autonomie, Angela Merkel, Zchinwal, Tiflis, Russland