21:04 24 September 2018
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    Die österreichische Außenministerin Karin Kneissl knickst vor Wladimir Putin (l.)

    Kneissl rechtfertigt Knicks bei Tanz mit Putin

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    Die österreichische Außenministerin Karin Kneissl hat nach eigenen Angaben gar nicht damit gerechnet, dass Wladimir Putin die Einladung zu ihrer Hochzeit annehmen würde. Kneissl verteidigte auch ihren Knicks am Ende des Tanzes mit dem russischen Staatschef, mit dem sie sich viel Kritik eingehandelt hatte.

    Anfang Juni habe sie Kollegen aus der Regierung sowie auch den Bundespräsidenten zu ihrer Hochzeit eingeladen, weil sich das gehöre, sagte Kneissl im Ö1-Morgenjournal. Am 5. Juni, als Putin in Wien zu Besuch war, habe sie spontan auch ihm gegenüber eine Einladung ausgesprochen. Mit einer Zusage, die am 19. Juli erfolgt sei, habe sie nicht gerechnet.

    Kneissl bezeichnete ihre Hochzeit als „eine wirklich schöne Feier“. Dass die Bilder von der Feier um die Welt gegangen sind, wird aus ihrer Sicht positive Nebeneffekte für den österreichischen Tourismus haben. „Die Berichterstattung war ja nicht nur negativ, die hat einfach gezeigt, so feiert man in Österreich eine Hochzeit, hat schöne Landschaftsbilder gezeigt“, so die Ministerin.

    Die Kritik an ihrem Knicks am Ende des Tanzes mit Putin, die viele als Unterwerfungsakt oder „Kniefall“ deuteten, weist Kneissl entschieden zurück. „Wenn Sie eine Balleröffnung gesehen haben, dann haben Sie immer wieder gesehen, dass es diesen Knicks gibt am Ende“, erklärt sie.

    Der russische Staatspräsident habe sich zuvor verbeugt, sie habe diese Verbeugung mit einem Knicks beantwortet. „Wer mich kennt, weiß, dass ich mich niemandem unterwerfe“, fügte Kneisl hinzu.

    Mit Putin verbinde sie zwar keine Freundschaft, doch sie habe in der Vergangenheit einige „interessante Gespräche“ zum Thema Naher Osten mit ihm geführt. Persönliche Kontakte mit Entscheidungsträgern helfen, so Kneissl, „um gerade in verfahrenen Situationen, und die haben wir zweifellos mit Russland aus verschiedensten Gründen, eine Vertrauensbasis herzustellen“.

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    Unterwerfung, Kritik, Tanz, Hochzeit, Tourismus, Karin Kneissl, Wladimir Putin, Österreich, Russland