17:07 10 Dezember 2018
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    Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte

    Duterte droht China mit Krieg

    © AFP 2018 / Manman Dejeto
    Politik
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    Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat in dieser Woche China davor gewarnt, in den umstrittenen Gebieten des Südchinesischen Meeres nach Öl zu bohren. Wenn Peking weiter bohren wird, können diese Handlungen laut Duterte zum Krieg führen. Dies meldet Asia Times.

    „Wenn Sie (das Öl) monopolisieren, entstehen Probleme. (…) Das ist es gerade, wo wir Diskrepanzen haben werden. Gerade hier werden Sie sehen, wie (Innenminister Eduardo) Año die Machete mitbringt und die Chinesen niederhaut“, zitieren Duterte philippinische Medien.

    In den letzten Wochen verwendete der philippinische Staatschef immer härtere Definitionen bezüglich Pekings in Fragen, die das Südchinesische Meer betreffen.

    Peking hat territoriale Ansprüche im Südchinesischen Meer, ebenso wie die Philippinen, Vietnam, Taiwan, Malaysia und Brunei.

    Seit Jahrzehnten liegt China mit den Ländern der Region bezüglich der territorialen Zugehörigkeit einer Reihe von Inseln im Streit, an deren Schelf bedeutende Vorräte von Kohlenwasserstoffen entdeckt worden sind.

    Dabei intensiviert Peking den Bau von Militärobjekten auf den Inseln, Riffen und in den Mulden im Südchinesischen Meer.

    Im Jahr 2016 hatte die Ständige Kammer der Arbitrage in Den Haag erklärt, dass es keine Gründe für territoriale Ansprüche von China in den Grenzen der strittigen „Neunpunkte-Strichlinie“ gebe und dass Peking dementsprechend keinen Anspruch auf eine ausschließliche Wirtschaftszone beim Archipel Nansha (Spratly) erheben könne. Diese Entscheidung war zu der Klage getroffen worden, die die Philippinen im Jahr 2013 eingereicht hatten. China hat die Entscheidung der Arbitrage nicht anerkannt.

    Am 21. August erklärte Duterte, dass er „einmal“ verlangen werde, die Entscheidung der Arbitrage in die Tat umzusetzen, was schließlich zum Krieg gegen China führen könne.

    Peking hatte die Philippinen aufgerufen, China entgegenzukommen und die gegenwärtige freundliche Situation gemeinsam zu schützen, die mit Mühe und Not im Südchinesischen Meer geschaffen worden sei.

    Die Verschärfung der Rhetorik fiel mit dem jüngsten Besuch des Beraters des US-Verteidigungsministers für Ostasien-Angelegenheiten, Randall Schriver, in Manila zusammen.

    Schriver versicherte laut den Medien den Philippinen, dass die USA für sie ein „guter Verbündeter sein werden“ und im Streit mit China in Fragen des Südchinesischen Meeres eine Unterstützung leisten würden.

    Schriver gab zu verstehen, dass die Administration des US-Präsidenten Donald Trump „China nicht erlauben wird, die Spielregeln umzuschreiben oder das Völkerrecht zu ändern“ durch aggressive Handlungen und Militarisierung von strittigen Landobjekten.

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    Tags:
    territorialer Streit, Ansprüche, drohen, Krieg, Arbitrage, Asia Times, Randall Schriver, Rodrigo Duterte, Brunei, Malaysia, Taiwan, Vietnam, Manila, Den Haag, Peking, Südchinesisches Meer, USA, China, Philippinen