17:10 13 Dezember 2018
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    Russische Botschaft in Washington

    „Schlimmstes Szenario“ des Kalten Krieges: Russische Botschaft zu neuen US-Sanktionen

    © Sputnik / Alexej Agaryshev
    Politik
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    Die russische Botschaft in Washington hat am Montag auf Facebook die jetzige Situation um die Beziehungen zwischen den USA und Russland als Umsetzung der „schlimmsten Szenarien“ des Kalten Krieges bezeichnet.

    „Die Realisierung der ‚schlimmsten Szenarien‘ des Kalten Krieges, die die Welt noch vor 30 Jahren für immer hätte aufgeben müssen, liegt auf der Hand. Stattdessen stellt sich heraus, dass niemand gegen einen starken Druck Washingtons abgesichert ist. Nicht alle können dem standhalten. Russland kann dies“, geht aus einer Mitteilung der Botschaft auf Facebook hervor.

    Wie es dort weiter heißt, akzeptiere Russland nicht die unfreundlichen Sanktionsschritte Washingtons. Sie würden jedoch keine Auswirkung auf Russlands Entschlossenheit haben, in der internationalen Arena selbständig zu agieren.

    „Die US-amerikanische Öffentlichkeit muss wissen, dass die Sanktionen gegen Russland erfolglos und aussichtslos sind. Sie entsprechen weder den Interessen des russischen noch des US-amerikanischen Volkes“, heißt es.     

    Die mit dem Fall in Salisbury motivierten US-Sanktionen gegen Russland sind am Montag in Kraft getreten.

    Am 4. März wurden laut der Regierung Großbritanniens der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury vergiftet. Großbritannien macht Moskau für den Vorfall verantwortlich, dem es den Einsatz des Nervenkampfstoffes A234 vorwirft.

    Die Beschuldigungen erwiesen sich als falsch. Der Chef des Geheimlabors des britischen Verteidigungsministeriums sagte, dass Fachleute die Herkunft des Giftstoffes von Salisbury nicht bestimmen konnten. An selben Tag gestand das britische Außenministerium ein, es habe die Schlussfolgerungen über Russlands Beteiligung an der Vergiftung der Skripals unter anderem auf Grundlage eigener Einschätzungen der Informationen gezogen.

    Russland wies die Vorwürfe eines Giftangriffs auf die Skripals entschieden zurück. Der russische Außenminister Sergej Lawrow äußerte, die Causa Skripal zerfalle offensichtlich angesichts der fehlenden Beweise über eine Verwicklung Moskaus.

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    Botschaft, Sanktionen, Facebook, Sergej Skripal, USA, Russland