00:38 20 September 2018
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    Donald Trump und Angela Merkel bei G20-Gipfel in Hamburg

    Merkel und Trump rufen Russland zu Einflussnahme auf Damaskus auf

    © AP Photo / Pool/ Michael Kappeler
    Politik
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    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der amerikanische Präsident Donald Trump haben Russland dazu aufgerufen, Einfluss auf die syrische Regierung auszuüben, um eine Eskalation der Krise in der Provinz Idlib zu verhindern. Dies verlautet aus einer Mitteilung des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung.

    „Die Bundeskanzlerin und der Präsident teilen die Sorge um die Entwicklungen in Syrien, insbesondere um die humanitäre Lage in der Region Idlib“, so der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert.

    „Russland wird dazu aufgerufen, mäßigend auf das syrische Regime einzuwirken und eine weitere Eskalation zu verhindern“, heißt es weiter.

    Die Sprecherin des Weißen Hauses sagte dazu: „Die beiden Staatschefs haben zu den internationalen Handlungen aufgerufen, um eine humanitäre Krise in der Provinz Idlib zu verhindern.“

    Darüber hinaus sollen Merkel und Trump die Situation in der Ukraine besprochen haben.

    Am Montag hatte ein Telefongespräch zwischen der Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem US-Staatschef Donald Trump stattgefunden.

    Provokation mit C-Waffen

    Am Samstag hatte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow erklärt, dass die Terroristen von „Haiʾat Tahrir asch-Scham“ eine Provokation vorbereiten würden, um Damaskus des Einsatzes von Chemiewaffen gegen Zivilisten in der syrischen Provinz Idlib zu bezichtigen. Dies würde dann als Vorwand für einen Angriff der USA und ihrer Verbündeten auf Regierungsobjekte in Syrien dienen.

    Zu diesem Zweck, so Konaschenkow, sei ein US-Zerstörer mit 56 Marschflugkörpern an Bord im Persischen Golf eingetroffen und ein Bomber B-1B auf den Militärstützpunkt Al-Udeid in Katar verlegt worden.

    Ein weiterer Hinweis auf die Vorbereitung eines erneuten Schlags der US-Verbündeten gegen Syrien seien haltlose Aussagen einer Reihe von Vertretern der USA, Großbritanniens und Frankreichs vom 22. August. Demnach bestehe die Absicht, auf vermeintliche „C-Waffen-Einsätze“ durch die syrische Regierung kategorisch zu reagieren.

    Pentagon dementiert

    Im Pentagon dementiert man die Aussagen der russischen Kollegen, wonach die USA die Kräfte in Syrien für einen Raketenangriff zusammenziehen. Dabei wird allerdings die „Bereitschaft zu Handlungen“ im Fall eines Befehls erklärt. „Wir sind wie bisher tief besorgt über die Berichte aus offenen Quellen über eine mögliche Militäroffensive des syrischen Regimes gegen die Zivilisten und Zivilobjekte in Idlib, die zu verheerenden humanitären Folgen führen wird. Wir verweisen auch auf unsere Besorgnis in Bezug auf die Möglichkeit eines weiteren und illegalen Einsatzes der Chemiewaffen“, so ein Pentagon-Sprecher gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti.

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    Tags:
    Telefongespräch, Einfluss, Krise, Donald Trump, Steffen Seibert, Angela Merkel, Syrien, Deutschland, USA, Russland