02:01 16 Dezember 2018
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    Eisbrecher in der Arktis (Archivbild)

    Moskau warnt vor Konflikten in Arktis

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    Politik
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    Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat vor dem Anstieg des Konfliktenpotentials in der Arktis gewarnt. Nach seiner Auffassung ist das auf die große Anzahl der Länder zurückzuführen, die ein Interesse an der Region haben.

     „Der Schutz der nationalen Interessen Russlands in der arktischen Region sowie deren aktive Entwicklung zählen nach wie vor zu den vorrangigen Aufgaben bei der Tätigkeit der Streitkräfte", sagte er. Die Arktis sei heutzutage zu einem Objekt von territorialen, militärstrategischen und Ressourcen-Interessen einer Reihe von Ländern geworden. „Das kann einen Anstieg des Konfliktpotentials zur Folge haben", betonte Schoigu.

    Zurzeit würden sich in den hohen Nordbreiten Eisbrecher mehrerer Länder befinden: darunter nicht nur von Russland, sondern auch von Südkorea, Schweden, Deutschland, den USA und China.

    Um auf die bestehenden und prognostizierten Gefahren angemessen zu reagieren setze die russische Nordflotte gerade den Umfassenden Plan des Verteidigungsministeriums zur Entwicklung der Fähigkeiten der Kräftegruppierungen und Truppeneinteilungen in der Arktis bis 2020 um, so Schoigu.

    Im Frühjahr 2018 seien der Eisbrecher „Ilja Muromez" und das Mehrzweck-Unterstützungsschiff „Elbrus" in den Dienst bei der russischen Nordflotte gestellt worden, sagte der Verteidigungsminister. Im Sommer seien die Fregatte „Flottenadmiral Gorschkow" und das Docklandungsschiff „Iwan Gren" hinzu gekommen. Zudem würden die staatlichen Tests des Tankers „Akademiemitglied Paschin" abgeschlossen.

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    Tags:
    Potential, Konflikte, Schutz, Interessen, Nordflotte Russlands, Sergej Schoigu, Arktis, Russland